19. Das Tagebuch von Jack the Ripper - Echt oder Fälschung?

Shownotes

Ist das angebliche Tagebuch von Jack the Ripper das einzige erhaltene Geständnis des berühmtesten Serienmörders der Geschichte – oder eine raffinierte Fälschung?

Wir untersuchen die Herkunft des rätselhaften Dokuments, lernen den Liverpooler Baumwollhändler James Maybrick kennen und gehen der Frage nach, ob das Tagebuch einen der größten Kriminalfälle der Geschichte aufklärt – oder selbst das eigentliche Rätsel ist.

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Folgende Quellen haben wir unter anderem für diese Folge genutzt:

Transkript anzeigen

00:00:06: Jack the Ripper, vom Mörder zum Mythos.

00:00:20: Hallo

00:00:20: Nina!

00:00:20: Hallo Dennis und hallo ihr Lieben und herzlich willkommen zurück zu einer neuen Folge hier bei uns.

00:00:27: Hast du eigentlich mal Tagebuch geschrieben?

00:00:30: Ja tatsächlich als Teenagerin aber nicht so besonders zuverlässig muss ich sagen Aber es ist sehr lustig das jetzt zu lesen.

00:00:37: Also manchmal ist ja schon auch komisch was man sich so denkt da war ich irgendwie drei zehn.

00:00:42: Du hast es also behalten und schmückerst noch einmal drin.

00:00:44: Ja, also Schmöckern kann man nicht sagen.

00:00:46: Aber ich hab's mal beim Aufräumen wiedergefunden und war dann doch ganz verwundert, wen ich da alles so toll fand und mich nicht mehr an die Namen erinnert habe.

00:00:54: Ich hab es auch mal versucht als Kind?

00:00:56: Ich glaube, ich hab das eine gute Woche durchgehalten... ...und dann habe ich, glaub' ich, die Seiten entfernt und ist zum Zeichnen oder Malen benutzt.

00:01:02: Ja, das klingt nach dir!

00:01:04: Aber die Idee eines Tagebus finde ich eigentlich ganz spannend, weil das ist ja eine ganz spezielle Textform.

00:01:09: Also nicht für die Öffentlichkeit und ganz privat.

00:01:12: man schreibt seine Gedanken und Gefühle rein oder auch Ängste aber es ist eher was für sich selbst.

00:01:17: Ja also für uns Historikerinnen und Historiker ist es natürlich auch ne total spannende Quelle so ein Tagebuch, weil dass eben so eine besondere Textgattung ist?

00:01:27: Ja genau!

00:01:28: Und vor... Ich würde sagen, gut dreißig Jahren habe ich mal ein Tagebuch in den Händen gehalten oder beziehungsweise eher einen Sachbuch vor einem Tagebuch drin abgedruckt war.

00:01:37: Und das ist glaube ich auch der Grund warum wir diesen Podcast haben oder jetzt miteinander sprechen.

00:01:42: denn das Buch was ich damals gelesen habe hieß Das Tagebuch von Jax Ripper die merkwürdigen Umstände der Entdeckung und die Beweise der Echtheit.

00:01:52: Vor dreizig Jahren schon!

00:01:54: Ich bin begeistert.

00:01:55: Ja, es kam in Deutschland in Bastaille-Lübeverlag.

00:01:59: Und ich muss das so ... In der Zeit vielleicht ein, zwei Jahre später muss ich's auch in der Tat gelesen haben und ich war total fasziniert.

00:02:06: Ich wusste damals noch nicht so viel von Jack the Ripper aber es reichte um bei mir einen Funken zu entzünden mich mehr damit auseinanderzusetzen und ... Na ja, wohin das geführt hat merken wir jetzt hier alle.

00:02:17: Aber das Buch hat mich damals überzeugt, muss ich sagen.

00:02:20: also die Behauptung, die da drin stattfanden, die hab' ich gar nicht groß infrage gestellt.

00:02:25: Ja, darüber hatten wir ja auch schon mal gesprochen.

00:02:27: Das ist diese Bücher.

00:02:29: oder wenn es dann heißt das war Jack the Ripper.

00:02:31: Wir haben jetzt hier den Täter identifiziert dass die dann meistens so in sich schon logisch begründet sind und was da drin steht auch nachverziehbar ist.

00:02:41: Und deswegen ist es vielleicht heute ein ganz guter Zeitpunkt sich das alles nochmal mit dir zusammen genauer anzuschauen.

00:02:47: also Diastalker auf Pfeife angezündet und Lupe zur Hand.

00:02:51: Wir gucken uns das jetzt einmal im Detail an.

00:03:05: Unser Geschichte beginnt am neunten März, nineteenhundert zweiundneinzig Nachmittags als in der Londoner Literaturagentur Rupert Crew Limited das Telefon bei der Agentin Doreen Montgomery klingert.

00:03:20: Es meldet sich ein Mann, der angibt er heiße Williams und er behauptet er habe das Tagebuch von Jack the Ripper.

00:03:28: Das ist eine Behauptung oder?

00:03:30: Da wird man erst mal hellhörig.

00:03:31: Ja, in Wirklichkeit handelt es sich bei diesem Mann um den vierzigjährigen Michael Barrett und da Doreen Montgomery relativ schnelle Interesse zeigt gibt Michael seine Charade auch schnell auf und gibt seinen wahren Namen Preis.

00:03:45: Und die beiden verabreden sich.

00:03:46: ein Monat später im April sitzen sie dann in London.

00:03:50: Michael Barret bringt das besagte Tagebuch zu diesen Treffen mit und Doree Montgomery eine ihrer Autorinnen und Journalistinnen namens Shirley Harrison.

00:04:00: Vielleicht kurz zu Shirley Harrison, die hat schon früh journalistisch angefangen zu arbeiten.

00:04:06: Schon zu ihrer Schulzeit war sie Radiokritikerin bei der BBC und später dann hatte ihr in einer Lokalzeitung gearbeitet und auch dann an einer PR-Agentur.

00:04:14: Und, aus dem Jahr hierher gründete sie sogar selbst ein eigenes PR-Unternehmen.

00:04:20: Dann ist sie ja auch schon lange im Geschäft, die Dame ne?

00:04:22: Genau!

00:04:23: Was sie aber insbesondere auszeichnet, ist, ... ... stiebt ihr Ehemann und beginnt Bücher zu schreiben... Zuerst beginnt sie mit Reiseführern, aber dann halt mit sehr investigativen Büchern.

00:04:33: Und ihr Durchbruch hat sie in den Sechten so kennt.

00:04:46: Da hat sie sehr tiefgehend investigativ gearbeitet und dafür ist sie halt auch in ihrer Agentur bekannt.

00:04:54: Ist sie dadurch die erste Wahl, wenn es um dieses Tagebuch geht?

00:04:57: Weil sie ein bisschen in Zweifel zieht was das für einen Tagebuch sein könnte.

00:05:01: Ich meine ist ja auch eine ziemlich große Ansage.

00:05:04: ne ich habe das Tagebuch von Jack the Ripper hört man jetzt nicht jeden Tag.

00:05:07: da wäre ich erstmal vorsichtig.

00:05:09: Ja absolut also.

00:05:11: Doreen Montgomery wenn ich sage sie zeigt Interesse dann will sie dem natürlich nachgehen.

00:05:15: Das heißt nicht, dass die sagt oh das ist der große Scoop und wir haben es sondern sie zeigt jetzt erst mal Interesse im Sinne von.

00:05:21: sie will mehr wissen worum's da eigentlich geht.

00:05:23: Zwischen diesen drei liegt nun also das Buch.

00:05:26: Dabei handelt es sich um ein Buch welches in schwarzem Leder gebunden ist.

00:05:31: Das hat ungefähr die Größe einer Diener Vierseite also so.

00:05:33: Einundzwanzig einen halbmal achtundzwantig Zentimeter ist aber relativ dick.

00:05:38: Ist gut fünf Zentimeter dick, hat also einen sehr breiten Buchrücken.

00:05:41: da laufen auch so goldene Folienbänder drüber und gerade weil es so dick ist erinnert das sehr stark an ein Fotoalbum oder ein Sammelalbum.

00:05:49: Und scheinbar war es das auch mal denn auf dem Deckplatt findet man noch Klebeflecke und Abdrücke von möglicherweise Postkartenfotografien die einmal eingeklebt waren.

00:06:00: Das Papier in diesem Buch größtenteils von guter Qualität und auch noch sehr gut erhalten.

00:06:05: Und ursprünglich umfasste dieses Buch hundertundzwanzig Seiten, die ersten achtenvierzig Seiten sind mit einem Messer herausgeschnitten worden und auf dreiundsechzig Seiten wurde in schwarzer Tinte mit einer sehr sauberen Handschrift der Text verfasst, siebzehn Seiten dahinter sind unbeschrieben geblieben.

00:06:25: Aber was steht jetzt in diesem Tagebuch auf diesen Seiten?

00:06:28: Es ist ein durchgehend nameloser Verfasser und präsentiert sich als sehr kultivierter, wohlhabender Gentleman in Liverpool.

00:06:35: Dieser ist allerdings in einer sehr lieblosen Ehe gefangen.

00:06:39: Immer wieder schreibt er über seine Frau, deren Namen er auch nicht nennt aber bezeichnet sie oft als Hure, Schlampe oder noch schlimmeres und sein Ton ist sehr bitter gekränkt man könnte sagen obsessiv und erst eifersüchtig.

00:06:53: das Misstrauen in ihm wächst auch nach und nach immer mehr vergiftet quasi sein Denken.

00:06:58: Das Ganze wird dadurch noch schlimme dass dieser Verfasser Wohl süchtig ist, abhängig ist.

00:07:04: Und zwar spricht er immer wieder von seiner Medizin oder seinem Trank, den er einnehmen muss damit er sich nicht körperlich oder seelisch schlecht führt.

00:07:12: Ab einem gewissen Punkt verändert sich das Ganze noch viel stärker denn er beobachtet seine Frau mit einem Liebhaber im Whitechapel District of Liverpool und in diesem Moment wo er das sieht so behauptet er kippt etwas in ihm.

00:07:26: aus.

00:07:26: dieser Demütigung die er da empfindet entsteht einen Hass besonders auf Prostituierte, die er als Verkörperung moralischen verfalls betrachtet und genau das hält ja auch in diesem Augenblick von seiner Frau.

00:07:40: Irgendwann kann er sein Zorn und seine Wut einfach nicht mehr zurückhalten und er übertritt eine Schwelle.

00:07:46: Er begeht seinen ersten Mord und zwar im Manchester.

00:07:50: Das findet in dem Tagebuch kein großen Raum es wird nur ganz kurz erwähnt Es gibt doch keine Details.

00:07:56: Interessanterweise ist dieser Mord auch heutzutage nicht überprüfbar.

00:08:00: wir wissen also nicht ob der wirklich stattgefunden hat, wer es war, wer das Opfer war.

00:08:05: Aber Der Tagebuchschreiber findet darin eine Art Befriedigung und weil er das als so positiv empfindet will er weitermachen mit dem Morden.

00:08:13: Er will wie er sagt eine Kampagne beginnen und diese startet er in London.

00:08:18: Er ist häufig beruflich in der Stadt und auch sein Bruder wohnt da, sein Bruda Michael den er immer wieder besucht.

00:08:24: und nun folgen recht lange und detailreiche Schilderungen angeblicher Taten.

00:08:30: Der Autor beschreibt, wie er tötet.

00:08:32: Wie er verstümmelt und besonders eindringlich wird das bei einer Darstellung seines letzten Mordes dener als eine Art Höhepunkt seiner Arbeit darstellt.

00:08:41: Er schildert quasi mit einem richtigen Stolz, wie der den Körper zugerichtet hat auseinander geschnitten hat und die Teile im Raum verteilt hat.

00:08:48: dazu kommen wir aber noch.

00:08:50: zu diesem Zeitpunkt ist sein Tonfall aber auch nicht mehr räumütig sondern sehr selbstgefälliger fast triumphierend.

00:08:56: Aber er wechselt auch immer zwischen einer Raserei Und auch einer Weinerlichkeit.

00:09:00: Der Zähler selbst sieht sich als Recher, als jemand der eine persönliche Mission erfüllen möchte und muss.

00:09:08: Und gegen Ende steigert er sich sogar in einer wiege-rechte Selbstmythologisierung hinein.

00:09:14: Er sieht sich also als eine Figur die in die Geschichte eingehen wird – und das wird auch befeuert durch die Nachrichten über die Pressartike, die er zu seinen Taten liest.

00:09:22: Aber er kämpft auch gegen seine Sucht und daraus resultierende langsame Sterben seines Körpers.

00:09:27: Und da dreht noch immer wieder Passagen auf, wo er ja fast darum bittet dass seine Frau seinem Leiden mit Gift ein Ende setzen soll.

00:09:36: Interessanterweise endet das Tagebuch mit den Worten – Zitat Ich bete, dass mir im Herzen vergibt wer immer dies lesen sollte.

00:09:44: Vergess nicht Wer immer ihr seid Dass ich einst ein nobler Mann war.

00:09:48: Möge der Gott sich meiner Seele erbarmen und mir alle meine Taten vergeben.

00:09:52: Ich unterschreibe mit dem Namen unter dem mich alle kennen.

00:09:56: So möge die Geschichte erzählen, was Liebe einem Manne antun kann der von Nobler Geburt war.

00:10:02: Ihr ergebener Jack the Ripper datiert diesen dritten Tage im

00:10:14: Mai, Er hat ja keinen Namen genannt.

00:10:18: Wie bringt man das jetzt mit einer realen Person in Verbindung?

00:10:21: Ja, anhand von Hinweise und Erwähnungen im Text.

00:10:24: Es werden immer wieder Namen genannt wie Bobo, Gladys, Edwin, Michael oder auch Örtlichkeiten wie Battlecreese oder Battlecrease House Und das sind sehr eindeutige Hinweise auf den Baumwohlhändler aus Liverpool namens James Melbrick.

00:10:40: Was das Ganze so bemerkenswert macht ist dass James Mel Brick vor dem Auftauchen des Tagebuchs für die Ripperforschung keine Rolle gespielt hat.

00:10:48: Er ist nicht wie ein Aron Kosminski, von dem wir schon gehört haben oder einen Montague.

00:10:52: John Druitt, Francis Tumblety ... Das sind alles Namen, die in den zeitgenössischen Ermittlungsakten aufgetaucht sind.

00:10:58: Oder auch auf verdächtigen Listen damals schon.

00:11:00: Aber James Maybrick halt nicht.

00:11:02: Es ist dieses Tagebuch, was ihn das erste Mal zu einem Kandidaten macht?

00:11:07: Richtig!

00:11:07: Das ist das, was ihn zum ersten Mal zu einem Kandidaten macht.

00:11:10: Aber es ist ja nicht so, dass James Maybrick nicht bekannt gewesen wäre aus anderen Gründen oder die Geschichte.

00:11:17: von daher hat es vielleicht auch ein ganz klein bisschen etwas damit zu tun und deswegen sollten wir uns jetzt mal ganz kurz anschauen Ja wer denn James war?

00:11:26: Und was da wirklich passiert ist zumindest soweit wir wissen.

00:11:28: wer weiß Vielleicht war er ja Jack the Ripper im Geheimen Und welche Hinweise da vielleicht irgendwie passen könnten?

00:11:35: Also fangen wir mal damit an, dass der Gute am vierundzwanzigsten Oktober, achtzehnhundertdreißig in Liverpool das Licht der Welt erblickt.

00:11:43: Und zwar als Zweitältester von fünf Söhnen eines gut situierten Gravierers, der nun mittlerweile als Gemeindeangestellter arbeitete und sehr angesehen war.

00:11:55: Die fünf Söne namens William dann James Michael Thomas und Edwin gehen alle auf eine gute Schule in Liverpool.

00:12:04: Wir hatten ja schon darüber gesprochen, in unserer Folge über die sozialen Strukturen.

00:12:08: also diese sind hier wirklich sehr sehr Mittelschicht verhaftet Und so werden eben diese Söhne auch entsprechend ausgebildet und erlernen eigentlich alle Händlerberufe.

00:12:18: Also wir werden jetzt nicht alle im Detail diskutieren aber vor allem James der wird wie du sagtest Baumwollhändler Denn Baumwolle ist damals tatsächlich ja der heiße Scheiß, weil natürlich in diesen ganzen Fabriken in Liverpool Baumwollen verarbeitet wurde.

00:12:34: Wirklich tausendfach und... Unfassbar viel, das war der Hauptabsatzmarkt für die Baumwolle aus den Südstaaten Amerikas.

00:12:43: Das geht sogar so weit was ich eine ganz interessante Anektote finde dass Liverpool die Südstarten im amerikanischen Bürgerkrieg unterstützt hat.

00:12:52: also man hatte die Flaggen der Südstatten gespannt und so weiter.

00:12:56: Was natürlich problematisch ist denn dabei geht es ja auch viel um Sklaverei.

00:13:00: diese Baumwlle wurde unter menschenunwürdigen Bedingungen gewonnen Aber man machte damals damit sehr viel Geld und hatte darum auch ein Interesse daran, dass dieser Statusquo natürlich aufrecht erhalten wird.

00:13:13: Und James hat sich mit diesem Handel ein sehr, sehr beträchtliches Vermögen aufgebaut zusammen mit seinem jüngsten Bruder Edwin, mit dem gemeinsam er diesen Betrieb ja unterhielt.

00:13:25: Er war sehr viel in den Südstaaten Amerikas unterwegs um eben da vor Ort mit den produzierenden Betrieben in Kontakt zu treten.

00:13:33: aber Er hatte auch einen ja extravaganten Lebenswandel, weswegen er dieses Geld auch relativ schnell wieder auf den Kopf zuhauen pflegte.

00:13:43: Also er mochte sehr gerne Partys, er mochten gerne Pferde rennen und er mocht gerne Frauen.

00:13:50: Er hatte zahlreiche Affären das ist auch bekannt unter anderem auch eine Dame in London mit der er wohl mehrere Kinder hatte.

00:13:58: Jedenfalls ist James erfolgreich und lebt ein sehr gutes Leben.

00:14:02: die Markanteste Figur in diesem Maybrick-Klan ist aber nicht James, sondern der mittlere Bruder Michael.

00:14:10: Und Michael ist deswegen so ja besonders, weil er ein erfolgreicher Komponist war – das war so ein bisschen das Familienoberhaupt nachdem der Vater verstorben war.

00:14:21: Ja und wichtig ist vielleicht auch noch dass James Tatsächlich das war, was wir heute vielleicht als Hypochonda bezeichnen würden.

00:14:28: Also jemand der überdurchschnittlich besorgt war wegen seiner Gesundheit und deswegen auch zahlreiche Mittel zu sich genommen hat.

00:14:37: Und das Ganze hat wohl den Anfang genommen, als er an einer Malaria erkrankt ist eben auf einer dieser Geschäftsreisen in den amerikanischen Südstaaten.

00:14:47: Und da waren ihm verschiedene Medikamente verschrieben worden, unter anderem auch eins mit Aseen oder das Asehen als Wirkstoff enthielt und dass nachher dann eben auch zu einer Besserung seiner Symptome geführt hat.

00:14:59: So hat er dann im Laufe der Zeit immer wieder Tinturen zu sich genommen und Mittel die Asehen und oder auch Strichnien enthalten haben.

00:15:09: Da muss man jetzt wirklich nochmal sagen, das war nicht außergewöhnlich zu der Zeit.

00:15:15: Denn Asen und auch Strichnien und andere Gifte wurden regulär... in Medizin verwendet.

00:15:21: Und das geilsten Beispiel auch als Aphrodisiakum, also man hat das Ganze auch eingesetzt um an anderen Gebieten für Linderung zu sorgen.

00:15:30: und der gute James hat dem sehr gerne zugesprochen.

00:15:34: einer seiner Ärzte soll mal gesagt haben dass James tatsächlich alles eingenommen hat was ihm irgendwann mal irgendjemand empfohlen hat.

00:15:42: Also das war auch so jemand, der sehr zugänglich war für Medikamenten-Empfehlungen und sich immer ein bisschen krank empfand.

00:15:51: Im Jahr eighteenhundert achtzig.

00:15:52: dann reist James mal wieder auf eine seiner Geschäftsreisen nach Südamerika und trifft auf dem Rückweg dann auf eine junge Frau die in Gesellschaft ihrer Mutter ebenfalls diese Schiffsreise nach England unternimmt Nämlich die siebzehnjährige Florence Chandler.

00:16:10: Florence selber ist Amerikanerin, sie stammt aus Mobile Alabama und ist nun mit ihrer Mutter, die eine sehr weltgewandte Lady war mal wieder auf der Reise nach Europa.

00:16:21: Ihre Mutter war nämlich Baroness von Rock mit einem preußischen Baron verheiratet in Dritter Ehe Und ja eine Lebefrau.

00:16:30: das kann man durchaus auch so sagen.

00:16:31: Sie mochte auch gerne das schöne Leben und auch die Herren Und die beiden, also Florence und James lernen sich jetzt eben auf dieser Schiffsreise kennen- und verbringen ganz viel Zeit zusammen.

00:16:42: James macht ihr den Hof!

00:16:43: Ich meine sie ist eine sehr attraktive junge Frau, die auch als... naja sage ich mal nicht besonders den geistigen Dingen zu geneigt gilt sondern eher dafür bekannt war dass sie ein spaßige Zeit haben wollte.

00:16:58: Sie wollte sich amüsieren und war wohl sehr einfach im Umgang.

00:17:03: Und so macht Maybrick, der zweiundvierzig Jahre alt ist.

00:17:07: Florence den Hof!

00:17:09: Das Irre ist ja.

00:17:09: diese Überfahrt über die Atlantik dauerte nur sechs Tage?

00:17:13: Ja, die haben sich recht schnell gut verstanden überall.

00:17:15: Genau

00:17:15: und bei Ankunft haben sie schon ihre Hochzeit geplant?

00:17:18: Ja aber man hat noch gesagt, man schaut mal ob man sich auch weiterhin so gut versteht und wenn ja dann würde man heiraten Und das Ganze hat ja auch einen Hintergrund.

00:17:26: Es war zu der Zeit auch en vogue, dass britische Herren junge amerikanische Erbenen zur Frau nahmen.

00:17:34: Man wollte natürlich ein bisschen von dem amerikanischen Vermögen profitieren und so kommt es dann auch dazu, dass sechzehn Monate später die beiden, also Florence & James in London heiraten.

00:17:48: Was sie zwar jetzt verbunden hat ist ein bisschen spekulativ.

00:17:51: Das können wir nicht beurteilen Aber, ich sag mal das Geld wird wohl schon eine Rolle gespielt haben.

00:17:58: Nichtsdestotrotz ist die Ehe zuerst mal ganz in Ordnung und tatsächlich nur acht Monate nach der Hochzeit wird der kleine James geboren den Mann wohl Bobo nannte Und vier Jahre später, aus dem Jahr deiner Jungs, dann die kleine Tochter Gladys.

00:18:13: Die Ehe der beiden läuft, wie gesagt ganz gut.

00:18:16: Man ist sehr auf dem gesellschaftlichen Paket von Liverpool zu Hause vor allem Florence.

00:18:22: Sie ist eine absolute Society-Dame aber sie hat es schwer weil sie als Amerikanerin in der Gesellschaft nicht so richtig Akzeptanz findet.

00:18:33: Sie kämpft immer wieder gegen schlechte Nachrede und gerade mit Frauen soll sie Probleme gehabt haben.

00:18:40: Die Herren hingegen mochten sie wohl ganz gern, das liegt wahrscheinlich an ihrer leichten Flirty-Art die sie wohl gehabt haben soll.

00:18:49: aber das war auch so ein bisschen eben einfach die Art je Amerikanerinnen an den Tag legten.

00:18:54: Die waren ja doch wesentlich freier oftmals als die britischen jungen Frauen derselben Zeit.

00:19:01: Und naja, so lebt man jedenfalls vor sich hin.

00:19:04: Bis Florence, aus den Hundertsehnundachzig herausfindet dass James in London diese Geliebte unterhält.

00:19:11: also das ist ein Riesenthema im Haus und das kriegen auch alle Angestellten mit.

00:19:16: es gibt riesige Streitereien sie sind aber wohl übereingekommen nachher dass man sich weiter vertragen würde die Ehe auch aufrecht erhalten würde.

00:19:27: Aber ab da gibt es getrennte Schlafzimmer und die beiden ja führen eine Vernunft eher, man ist sich dessen auch bewusst.

00:19:36: Im Jahr eighteenhundert achten achtzig dann also wir merken jetzt sind wir im jahr der Ripper-Morde machen die Maybricks die Bekanntschaft eines weiteren Baumwollhandlers eines jungen Mannes namens Alfred Briarley Und es entspint sich eine Freundschaft zwischen den dreien.

00:19:54: Die verbringen sehr viel Zeit zusammen Gerade zwischen Florence und Arthred wird daraus wohl im Laufe der Zeit ein bisschen mehr.

00:20:04: So kommt es auch, dass im März, in den letzten Jahren, für ein paar Tage nach London reißt.

00:20:12: Angeblich um eine kranke Tante zu pflegen aber im Nachhinein stellt sich raus sie hatte sich mit Briar Leader in einem Hotel getroffen und man hatte nun ja eine Liebesnacht verbracht oder mehrere.

00:20:24: auf jeden Fall hat sie eine Affäre.

00:20:27: Als James das später herausfindet, gibt es richtig heftigen Krach.

00:20:32: Wahrscheinlich aber auch deswegen weil ... Das Ganze so bei einem Pferde rennen also in der Öffentlichkeit wo er ein bisschen naja augenscheinlich wurde und ich nehme auch stark an dass er ein Problem damit hatte, dass andere Leute das mitbekommen eher als Zitatsache selbst.

00:20:49: Ich mein immerhin hat er ja selber mehrere Damen wohl, Damen Bekanntschaften.

00:20:55: Wie dem auch sei, auf jeden Fall haben die beiden heftigen Streit und James schlägt Florence dann auch ins Gesicht.

00:21:02: Nun kommt die Sprache auch auf Scheidung.

00:21:04: also vor allem Florence informiert sich bei Anwälten über die Scheilungsmodalitäten sollte sie sich scheiden lassen oder nicht?

00:21:12: Also sie ist schon extrem unglücklich in ihrer Ehe Aber sie hat auch hohe Schulden und leider ist sie deswegen auch so ein bisschen abhängig von James, denn diese ganze Geschichte mit der reichen Erben das war leider nicht soweit her.

00:21:26: Denn Florence Familie war eher selber auf der Suche nach einem bisschen finanziellen Puffer.

00:21:31: also hatten die beiden vielleicht auch zum Start ihrer Ehe schon ein bisschen falsche Vorstellung gehabt.

00:21:37: das war am Rande.

00:21:38: aber jedenfalls willigt James einen Florence's Schulden zu begleichen würde man sich quasi wieder einigen oder man würde dann wieder eben vernunftbedingt zusammenbleiben.

00:21:51: Also das war so die Übereinkunft, die man traf und wohlgemerkt nimmt James die ganze Zeit über immer diese Mittel ein.

00:21:59: also er hat unzählige Medizin bestellt und mit der zeit geht es james tatsächlich immer schlechter.

00:22:07: Also er beklagt sich über Taubheitsgefühle in den Beinen und Händen, hat Kopfschmerzen.

00:22:14: Und dann ändert er sein Testament.

00:22:17: Das ist ein ganz wichtiger Moment!

00:22:20: Er ändert seinen Testament dahingehend das Florence nicht mehr die Erben sein soll – zumindest nicht die Alleinerben.

00:22:26: sie wird nur noch einen Pflichtteil bekommen.

00:22:29: Der Großteil soll an seine beiden Kinder gehen also an James und Gladys Und als Verwalter dieses Vermögens setzt er seine beiden Brüder Michael und Thomas ein.

00:22:40: Und ganz wichtig, alle wussten davon – also sowohl Florence als logischerweise auch die Brüde, die ja bei der Unterzeichnung dabei waren und die Ja-die-Verwalter des Vermögen seien sollten.

00:22:51: Sein Konsum von asenhaltigen Medikamenten wird immer größer weil er fühlt sich ja nun schlecht und um das zu bekämpfen nimmt er immer mehr diese Mittel ein.

00:23:00: Und einmal sagt er wohl auch einer Angestellten, dass er sich schlecht fühle und der Grund dafür könnte auch sein das er wohl an morgen zu viel Strichnien eingenommen hatte.

00:23:10: Also er war da auch wirklich ganz schön unterwegs muss man sagen Anfang Mai, der Arzt der Familie James Valentine's Meat Juice.

00:23:23: Das ist das Allgemein-Medikament der damaligen Zeit.

00:23:26: Eine ganz dicke Fleischbrühe um diese Symptome zu bekämpfen, die er wahrnimmt.

00:23:33: Dieses Taubheitsgefühl dieses allgemeine Unwohlsein.

00:23:36: Aber ein paar Tage später ändert er das Ganze schon wieder und verschreibt Foulers Solution.

00:23:41: Das ist eben wieder dieses asenhaltige Mittel, von dem wir auch schon gesprochen haben.

00:23:45: Fouls-Solution ist das Allheilmittel der damaligen Zeit so'n bisschen zu vergleichen mit Aspirin heute vielleicht oder Iboprofen also dass es so das Mittel.

00:23:55: wenn's dir schlecht geht dann greifst du zu Fouler solution

00:23:58: nur etwas tödlicher als aspirin

00:24:00: Ja, aber das wusste man natürlich nicht.

00:24:04: Also für die Menschen damals war das oder schien das eine gute Wahl zu sein?

00:24:09: Am nächsten Tag am siebten Mai, den Jüngsten Bruder mit dem er den Betrieb hat ein Telegramm mit der Bitte um Hilfe denn James geht es nicht besser sondern eher immer schlechter.

00:24:24: Neben Dr.

00:24:24: Humphries wird jetzt auch Dr.

00:24:26: Carter Das ist eine Kurifere in Liverpool, nach Battlecrease House bestellt.

00:24:32: Battlecreese House ist der Wohnsitz der Maybricks ein gemietetes Haus tatsächlich mit ausladenden Gartenanlagen also absolut ihrer gesellschaftlichen Stellung entsprechend und die beiden Ärzte untersuchen James, der sich unkontrolliert übergibt und dem es wirklich wirklich schlecht geht.

00:24:51: Es werden verschiedene Personen ins Haus geholt, Familienfreundinnen, Ärzte, Krankenschwestern und schließlich taucht auch Michael Maebrick also das Familien-Oberhaupt in Battlecreese House auf.

00:25:04: Florence selber wird immer weiter ins Abseits gedrängt da abschließt sich James überhaupt nicht mehr selber versorgen Und die anderen Beteiligten werden sich immer sicherer, dass Florence was damit zu tun hat.

00:25:17: Dass es James so schlecht geht.

00:25:18: also man hat diese Erzählung Florence würde James vergiften obwohl tatsächlich nichts darauf hinweist.

00:25:25: aber die hatten alle diese Idee und so darf sie ihr Zimmer im Grunde überhaupt nicht mehr verlassen Im Zuge dieser ganzen Mistrauns-Geschichte gegen Florence kommt schließlich auch die Affäre raus, also da werden noch Briefe geschrieben etc.

00:25:39: pp.

00:25:40: jedenfalls weiß nun auch der ganze Hausstand davon was man ihr total übel nimmt und deswegen immer weiter dieser Verdacht verstärkt wird.

00:25:49: sie könnte ihn ermorden wollen dabei vergisst man aber total dass es ja Florence war die Initial diese ganzen Ärzte und Schwestern usw.

00:25:57: überhaupt erst ins haus geholt hatte.

00:25:59: also naja wie dem auch sei Jedenfalls geht es James leider immer schlechter.

00:26:05: Und am elften Mai, der erliegt James Maverick leider seine Erkrankung von der übrigens die Ärzte überzeugt sind dass sich um eine Gastroenteritis handelt.

00:26:17: aber Michael ist schon so davon überzeugt das es eine Arseenvergiftung ist Gleich nach dem Tod seines Bruders das gesamte Haus durchsuchen lässt, nach Indizien für Florence's Schuld und alle Gegenstände die damit in Verbindung stehen könnten.

00:26:36: In den Kellerräumen lässt also schon mal ein sehr fragwürdiges Vorgehen.

00:26:42: jedenfalls wird tatsächlich bei der Autopsy von James Maybrick Die Magenentzündung als Todesgursache festgestellt Eine Magenentzündung aufgrund eines Giftes, so heißt es.

00:26:56: Die Polizei wird natürlich auch eingeschaltet und im Verlaufe der Durchsuchungen des Hauses finden sich einhundertsechzig Fläschchen mit Gift, Medizin mit Tinkturen sowie zahlreiche Pakete und Umschläge mit verdächtigem Pulver.

00:27:13: also er hatte da schon ganz ordentlich eingekauft und hat einen ganz guten Vorrat.

00:27:18: Florence wird dann tatsächlich vor Gericht gestellt.

00:27:21: Das soll ja jetzt nicht der Inhalt unserer Folge sein, aber vielleicht so am Rande.

00:27:25: Wenn ihr euch dafür interessiert wie das Ganze ausgegangen ist Dann hört doch gerne mal rein.

00:27:29: bei früher war mehr Verbrechen.

00:27:31: da haben wir eine Folge gemacht zu Florence Maybrick.

00:27:34: Da geht es auch nochmal sehr viel detaillierter um die Geschichte von James und Florence.

00:27:39: Deswegen hier nur am Runde.

00:27:41: Florence wird verurteilt wegen des Mordes on James.

00:27:46: Allerdings, es ist nicht klar ob James Maverick ermordet wurde oder tatsächlich dem jahrelangen Medikamenten-Missbrauch erlag was die wahrscheinlichere Variante ist.

00:27:59: Aber wie dem auch sei kommen wir zurück zu unserem Tagebuch.

00:28:02: Wir wissen ja jetzt ein bisschen mehr über die tatsächliche Geschichte und können dann auch uns mal Gedanken darüber machen ob das sowohl wahrscheinlich ist was da drin steht.

00:28:11: Danke für den Exkurs!

00:28:13: Warum ist das jetzt wichtig?

00:28:14: Zum einen, wir haben mir gerade einige Namen gehört wie Bobo Gladys Michael Edwin Battlecreese, dat ich ja schon gesagt, das sind alles Namen die im Tagebuch fallen und daher können wir es eindeutig James Maverick zuordnen in diese Geschichte oder beziehungsweise können wir den Verfasser als James Maervrick identifizieren

00:28:31: Oder wir können denjenigen der der Verfasser sein soll als James maverick identifiziert.

00:28:36: Richtig auch aber weil die zentrale Figur am Tagebuch Florence ist.

00:28:41: Sie wird zwar nicht namentlich genannt, aber darum drehen sich alle Motive des Tagebuchs.

00:28:45: Eifersucht, Verrat, Frauenhasst... Es kreist sich immer um die Ehefrau des Erzählers bzw.

00:28:50: das Verfassers.

00:28:50: Vielleicht sollten wir jetzt noch mal einmal ins Tagebuch reinschauen und mal zu sehen wie sind denn die White Chapel-Model darin abgebildet?

00:28:58: Und was will davon wissen?

00:28:59: Auch hier vorab gesagt werden keine Namen von irgendwelchen Opfern genannt.

00:29:04: es werden nur die Taten beschrieben Und der zeitliche Kontext und das passt ganz gut eigentlich.

00:29:12: Beginnen wir damit?

00:29:13: Laut dem Tagebuch hält sich der Verfass auch häufiger in London auf, besucht dort sein Bruder Maike und ist da geschäftlich unterwegs.

00:29:20: nach seiner Darstellung Reifdann während dieser Aufenthalte auch seinen Schluss für diese Mordkampagne weil er es findet das passend.

00:29:28: In Whitechapel Liverpool hat er seine Frau bei dem eindeutigen Betrug erlebt Und jetzt passt das für ihn auch, dass in Whitechapel seine Kampagne im London beginnen soll.

00:29:38: Im August, die Darstellung des Tagebuchs kehrt der Verfasser erneut nach London zurück und bezieht dieses Mal das erste mal ein Mietz-Zimmer in Whitechepple.

00:29:49: Er wohnt also nicht bei seinem Bruder und findet dort aus sein erstes Opfer.

00:29:53: Diese Tat wird aber nicht sonderlich groß ausgeführt.

00:29:56: Er beschreibt nur, dass er es getan hat, dass es ihm eine Form von Genugtuung gegeben hat.

00:30:00: Der zweite Mord, dem wird mehr Platz im Tagebuch eingeräumt.

00:30:04: Hier behauptet der Verfasser, dem Opfer Messingringe abgenommen zu haben.

00:30:08: Weil sie ihn an die Ehrring seiner Frau erinnerten und zudem habe er dort auch ein M, den Buchstaben M als geheimes Zeichen hinterlassen.

00:30:17: Trotz seiner zunehmend gesundheitlichen Probleme beschreibt der Verfasser diese Mordserie als absolut planmäßig verlaufende Kampagne Und er genießt nun jetzt auch die Aufmerksamkeit Die er in der Presse bekommt für seine Taten.

00:30:29: Es gibt ihm eine Genugtuung diese Reaktion von Press- und Polizei zu lesen.

00:30:33: Sein drittes Opfer enttäuscht ihm.

00:30:35: Daher, wie er sagt, gestört wurde und sein Werk nicht vollenden

00:30:38: konnte.".

00:30:39: Hier haben wir also den Mord ans Freit.

00:30:41: Er suchte sich also noch in der gleichen Nacht ein viertes Opffer im Klammern Catherine Addos.

00:30:45: Und hier behauptet er dass er zwei V-förmige Verstümmelungen im Gesicht vorgenommen hat.

00:30:50: Das findet er besonders witzig weil diese beiden Faus zusammen dem Buchstaben M ergeben einen weiteren Hinweis auf seinen Namen Maybrick und den Höhepunkt bildet dann sein fünftes Opfa welches er in London findet.

00:31:01: Und hier legt er halt wirklich sehr brutal los und erklärt das auch, weil ihn das Opfer äußerlich sehr an seine Frau erinnert vom Alter her von der Erscheinung.

00:31:11: Und daher hatte dann auch am Tatort die Buchstaben F und M hinterlassen – auch dazu kommen wir noch!

00:31:18: Durch die Ähnlichkeit mit seiner Frau hat er aber auch eine Genugtuung erreicht, sodass er nicht weiter morten möchte….

00:31:24: Er schmeißt das Messer in den Fluss.

00:31:26: Für ihn ist seine Kampagne damit beendet, er hat den Höhepunkt erreicht.

00:31:30: Er sonst sich jetzt noch ein bisschen in der Berichterstattung darüber fühlt sich eindeutig überlegen gegenüber der Polizei, verspottet diese auch in seinem Tagebuch.

00:31:39: aber gleichzeitig verschlechtert sich auch seine Gesundheit weiter und seine Todessehensucht nimmt weit dazu.

00:31:45: Das erstmal dazu.

00:31:47: Falls dieses Tagebuch echt ist folgen wir darin den Worten des Rippers höchstpersönlich.

00:31:54: Falls es nicht echt ist, haben wir's hier mit einer äußerst raffinierten Fälschung zu tun.

00:32:00: Um jetzt der Frage nach der Echtheit näherzukommen müssen wir mal den Blick wieder in unsere Gegenwart zurücknehmen also weg von James Melbig und uns beim Den Mann anschauen der dieses Tagebuch der Öffentlichkeit präsentiert Michael Barrett.

00:32:13: Barrett kommt aus Liverpool und ist zum Zeitpunkt unserer Geschichte arbeitslos.

00:32:18: Er hat bereits in verschiedenen Berufen gearbeitet, unter anderem auch als Schrotthändler.

00:32:22: Im Jahre neunzehnhundertsechsundsiebzig hat er Anne Graham geheiratet und neunzundhunderteinachtzig bekamen sie die gemeinsame Tochter Caroline.

00:32:31: Irgendwann in den neunzenhundertachziger Jahren muss Michael einen Unfall gehabt haben und aufgrund der Verletzungen ist er Hausmann geworden konnte sein Beruf nicht mehr ausüben und kümmerte sich dann hauptsächlich um seine Tochter Caroline während seiner Frau Anne als Sekretärin arbeitete.

00:32:46: Anfang der neunzehnundneinziger Jahre lebt die Familie in der Goldie Street, in Kirkdale, in Liverpool.

00:32:52: Häufig macht Michael auf dem Weg zur Schule seiner Tochter im nahgelegenen Saddle Pub in der Fountains Road Halt und trinkt da gerne auch mit einem seiner Freundin namens Tony Devereaux ein oder zwei Pines.

00:33:04: Die beiden verbindet etwas, denn auch Tony hatte einen Unfall.

00:33:08: um Weihnachten-Ninzenhundertundneunzig herum hat sich da wohl die Hüfte gebrochen und Michael hat sich in der Zeit um Toni gekümmert, hat also so Dinge gemacht wie Einkäufe erledigt und ähnliches.

00:33:17: Dadurch sind die beiden zusammengewachsen!

00:33:19: Und als Mike im Mai nineteenhundertneunzig Tony besucht, übergibt dieser ihm ein Päckchen in braunes Papier gewickelt mit dem Worten Zitat nimm es an dich ich möchte dass du es hast mach etwas damit.

00:33:35: Ja von dieser Geschichte gibt's auch eine Variante das Tony dieses Päcking im Pub an Michael gegeben hat.

00:33:42: wichtig ist Es gibt für diese Übergabe keine Zeugen.

00:33:46: Michael nimmt dieses Paket erstmal mit und öffnet es zu Hause im Beisein seiner Frau Anne.

00:33:50: Und was ist da wohl drin?

00:33:53: Genau, er liest das natürlich und er sieht auch die Unterschrift Jack the Ripper am Ende der beschriebenen Seiten.

00:33:59: Und hat daraufhin noch wiederholt Tony gefragt wo er denn dieses Tagebuch her habe?

00:34:04: Doch dieses hatte ihn nie beantwortet.

00:34:07: Er hat immer so Dinge gesagt wie ich weiß dass es echt ist.

00:34:10: tu etwas damit.

00:34:12: Maja!

00:34:12: Das ist ja eine bisschen fragwürdige Herkunft.

00:34:16: Bisschen

00:34:17: Ja Könnte man jetzt so sehen.

00:34:19: Bereits im August, aber Michael ist fasziniert von dem was er da in den Händen hat und erstürzt sich laut Shirley Harrison Tief in eine Recherche über den Ripper.

00:34:39: Er beginnt alle möglichen Bücher zu kaufen und nachzuforschen, er kauft sich sogar ein Computer.

00:34:43: Er liest in Bibliotheken stundenlang Zeitungsartikel auf Mikrofilmen durch.

00:34:48: Er geht ins Rabbit Hole und kommt auch erst mal nicht daraus hervor.

00:34:52: Da Michael ebenfalls in Liverpool lebt, kommt er auf jeden Fall schnell auch auf die Verbindung zu den Mailbricks.

00:34:57: Das ist ja kein unbedeutender Fall!

00:35:00: Und an Weihnachten... hat Barrett seinen Tiefpunkt überwunden, er kommt so quasi wieder aus seinem Kaninchenbau raus und hat Schloss in das Tagebuch überprüfen und veröffentlichen zu lassen.

00:35:12: Und ruft daraufhin bei einem Taschenbuchverlag in London an.

00:35:16: Diese beißen nicht an die sind wirklich nicht daran interessiert.

00:35:19: vielleicht passt es nicht zu deren Portfolio vielleicht halten sie ihn auf den Spinner wer weiß Auf jeden Fall red man ihm doch ein Literaturagenten aufzusuchen und empfiehlt ihnen Doreen Montgomery.

00:35:28: und damit sind wir wieder ganz am Anfang von unserer Geschichte angekommen.

00:35:31: So jetzt sitzen Dorean Montgomery, Shirley Harrison und Michael Barrett an einem Montag den dreizehnten April nineteenhundert zweiundneinzig in London.

00:35:39: das Tagebuch liegt zwischen denen auf dem Tisch uns überlegen wie es weitergehen soll.

00:35:44: nun muss man wissen ich kann mich da noch ganz gut dran erinnern ich denke du auch.

00:35:48: Es gab die sogenannten Hitler-Tagebücher.

00:35:50: Allerdings, ja!

00:35:51: Und

00:35:51: ihr hattet das deutsche Magazin der Sternen im April nineteenhundertdreiundachtzig sehr medienwirksam Publik gemacht.

00:35:58: Da müssen wir jetzt nicht groß auf eingehen.

00:36:00: Das ist einer der berühmtesten Hoaxes und ist zu einem Skandal natürlich geworden gerade für den Journalismus und man hat natürlich das immer noch im Hinterkopf ne?

00:36:07: Das ist jetzt noch keine neuen Jahre her oder ziemlich genau neun Jahre hier im April und will das natürlich vermeiden.

00:36:13: Daher schlägt Shirley Harrison Die hat mir schon vorgestellt, als eine sehr investigativ denkende Person schlägt vor das Tagebuch ins nagelegene British Museum zu bringen und es von einem Experten begutachten zu lassen.

00:36:25: Das macht sie auch – ein Kurator untersucht den Gegenstand und meint zunächst erstmal dass ist auf ihn authentisch Wirke.

00:36:33: aber auch er empfiehlt natürlich eine genaue wissenschaftliche Prüfung.

00:36:36: Harrison bringt es darauf hin.

00:36:38: zur Jarn Dice.

00:36:39: Das ist ein neunzehnhundertneunundsechzig gegründeter Buchhandel.

00:36:43: Den gibt's immer noch!

00:36:44: Wie ich auf deren Webseite gelesen habe, bezeichnen sie sich nach wie vor mit als führende Spezialisten für Bücher aus dem siebzehnten achzehnten aber auch insbesondere aus dem neunzehnte Jahrhundert und haben halt auch entsprechende Experten zur Hand mit Expertise.

00:36:57: Auch

00:36:59: dort ist man der Ansicht dass es authentisch sein könnte Aber Sie wollen es halt forensisch überprüfen lassen.

00:37:04: das können Sie da nicht.

00:37:06: Und deswegen nimmt sich Harrison noch dieser Sache an und holt sich führendegutachter und zwar Für Papier und Tinte Dann einen forensischen Experten für die Echtheit von Dokumenten, einem Psychiater und mehrere Mediziner.

00:37:20: Also eine ganze Latte an Experten denn sie möchte wissen also erst mal zunächst ob das Buch, also Buch, Papier, Tinte aus der viktorianischen Zeit sind.

00:37:29: aber sie möchte halt auch gerne wie Inhalt überprüft wissen und daher halt zum Beispiel ein Psychiator oder auch ein Medizina.

00:37:35: Der erste den Sie hat ist Dr.

00:37:36: Nicholas Eastow.

00:37:37: Das ist ein Fachmann für die Identifizierung und Datierung alter Materialien Die Satschum für das Museum auf London gearbeitet, die National Gallery, Tates Museum.

00:37:46: Christie's als Oktionshaus.

00:37:48: auch da müssen Expertisen herangeführt werden und er prüft Tinte, Papier aber auch die Überreste der fehlenden Seiten also diese Stücke die noch sich im Buch befinden.

00:37:57: sein erstes Fazit ist Zitat die Resultate der verschiedenen Analysen der Tinte und des Papiers des Tagebuchs haben bislang nichts erbracht.

00:38:05: was gegen das Datum Für die gerade schon erwähnte inhaltliche Prüfung kontaktiert sie unter anderem Harrison David Forshaw.

00:38:16: Das ist ein Experte der forensischen Psychiatrie, der beispielsweise einen Diplom für Medizingeschichte aber auch zahlreiche Arbeiten über Psychiatri und Sucht verfasst.

00:38:24: Und er prüft den Text mehrere Monate und legt am Ende sogar einen fiftyseitigen Bericht vor.

00:38:30: Sein Fazit ist dass jemand, der diese hätte fälschen wollen sehr gründlich über die Psychologie von Verbrechen und über die Wirkung von Drogensucht Bescheid wissen müssen.

00:38:39: Zitat Wer dies verfasst hat, schrieb aus persönlicher Erfahrung.

00:38:44: Diese ja erst mal nicht negativen, das sind die recht positive Einschätzung zur Echtheit veranlassen die Agentin Montgomery eine Vereinbarung zu Zusammenarbeit mit Harrison und den Barats.

00:38:54: Das heißt alles was die Verantwortlichkeiten kosten unter ein Thema aus dem zukünftigen Buch betrifft ist dann unter diesen Parteien zu teilen.

00:39:03: Und da sie ja nur ein Literaturagentur sind findet sich auch schnell einen Verlag und zwar der Smith Griffin Verlag, Nicht der Sänger von The Cure, das ist ein anderer.

00:39:13: Und er macht im Juni twohneunzehnundzweihn ne erfolgreiches Angebot und er wirbt damit auch die Veröffentlichungsrechte an diesem Tagebuch.

00:39:21: Er hat es heute noch.

00:39:22: Parallel möchte Harrison aber noch neben der Prüfung des Materials und der Psychologie eines Inhalts eine weitere Prüfungen vornehmen lassen.

00:39:29: Und zwar möchte sie wissen wie genau sind die Darstellungen und die Kenntnisse der Whitechapel Mord Serie?

00:39:35: Und dazu geht sie auf Reparologen zu.

00:39:38: Und zwar findet sie diese in Martin Fido, Paul Beck und Keith Skinner.

00:39:44: Und das sind drei Namen, wer sich so ein bisschen mit der Statur auskennt, die haben wirklich Gewicht!

00:39:48: Das sind wirklich Experten, die Ahnung haben von dem, worüber Sie schreiben.

00:39:52: Schauen wir uns die nochmal ganz kurz an... Alle drei waren seinerseits und auch heute noch, soweit sie leben oder auch ihre Arbeiten.

00:39:58: Wenn Sie schon verstorben sind gelten immer noch zu den angesehensten Forschungen und Veröffentlichung zu dem Gebiet.

00:40:03: Und in Harrison's Buch klingt es etwa so Zitat mehrere führende Ripper Forscher prüften das Tagebuch und fanden keinen Beweis für eine Fälschung.

00:40:13: Zitat Ende Das ist auch richtig formal

00:40:17: Ja genau das heißt ja aber auch nicht dass es echt ist.

00:40:20: Also kein Beweis für eine Fälschung heißt ja nicht, das is the real

00:40:24: deal.".

00:40:24: Sehr gut!

00:40:25: Sie haben nicht gesagt, das Ding ist echt sondern sie halten keinen Beweis vor einer Fälchung.

00:40:30: Martin Feido der erste.

00:40:31: Der schloss die Echtheit nicht sofort aus aber er sah auch keinen Grund sie anzunehmen.

00:40:36: also auch da wieder... Da kommen wir gleich nochmal zu Die Provenience.

00:40:38: Also die Herkunftsgeschichte des Tagebuchs überzeugte ihn nicht.

00:40:41: Er wurde später sogar noch in den Jahren etwas oder deutlich kritischer und hielt das Tagebuch für äußerst verdächtig.

00:40:47: Paul Beck war der vermutlich das Vorsichtigste in seinen Äußerungen.

00:40:51: Für ihn reichten die Informationen nicht und er hat sich keines abschließenden Urteils irgendwie geäußert.

00:40:58: Der Dritte, Keith Skinner, war bereit mit Shirley Harrison zusammenzuarbeiten und im Gegensatz zu ihr entwickelt er sich jedoch nicht zu einem wirklich überzeugenden Verfechter der Echtheit – sie ist nach wie vor davon überzeugt dass es das echte Tagebuch.

00:41:13: Das ist er nicht.

00:41:15: Und je länger er sich auch in den Jahren mit dem Fall Beschäftigte desto stärker rückte für ihn das ungelöste Herkunftsproblem im Mittelpunkt, also ähnlich wie bei Martin Feido.

00:41:23: Am Ende blieb Skinner vor allem eins vorsichtig – als er sei weder die Echtheit für bewiesen noch hielt er die Debatte für vollständig abgeschlossen und ich glaube alle drei haben damit ein Statement gemacht, wie es auch wissenschaftlich wäre.

00:41:36: Dann kommt aber noch ein Vierter, und zwar Melvin Harris Harris, der hat auch ein Buch, zu dem hundertsten Jubiläum in der Mordserie, so geschmacklos das doch klingt geschrieben.

00:41:47: Aber es ist kein klassischer Ripporologe wie wir sagen würden.

00:41:50: also er ist nicht tief in der Ripperforschung drin erst vor einem Autor aber auch Prüfer für historische Betrugsfälle.

00:41:56: Also der hat sich beispielsweise auch mit den Hitler-Tagebüchern auseinandergesetzt und überhaupt intensiv mit Fälschungen und ihr Tümmern beschäftigt.

00:42:03: Das sehr spannend!

00:42:04: Ja total.

00:42:04: und der bringt jetzt einen neuen Blickwinkel in die Debatte denn er gilt oder galt als einer der erbittersten und profundesten Gegnerztagebuch.

00:42:13: Vom ersten Moment an hat er gesagt, Zitat, schäbiger Schwindel.

00:42:17: Und bei dieser Meinung stützte sich auf diese Herkunftsgeschichte.

00:42:20: Und er gehörte auch zu den Ersten, der inhaltliche Probleme zusammentrug – auch die gucken uns gleich nochmal an!

00:42:26: Er ging sogar noch weiter.

00:42:28: Er behauptete schon relativ früh und sehr lautstark beispielsweise im Artikel des Evening Standards im Jahr die direkt an der Fälschung beteiligt waren.

00:42:40: Ach!

00:42:41: Er wurde natürlich von der gesamten, ich sag jetzt mal Community also aus der Ripper-Forschung aber auch von der Öffentlichkeit natürlich, Journalistenpresse aufgefordert doch bitte zu sagen wer das denn wäre und diese Person zu entlarven?

00:42:53: Aber die hat er nie, nie irgendwo kund getan.

00:42:57: Da gibt es auch ganz interessante Artikel übers Casebook.

00:43:00: Wer da mal einsteigen will in den Foren wo Melvin Harris teilweise auch noch mitgeschrieben hat und veröffentlicht hat, erweigerte sich die Namen zu nennen.

00:43:08: Das wird auch äußerst kritisch heutzutage gesehen, dass jetzt seine Behauptung nie belegt hat.

00:43:12: Und am Ende ist ja auch so ein bisschen auf sekundäre Argumente was die Beschaffenheit des Tagebuches und sowas ist ausgewichen.

00:43:18: aber er hat nie dieser ich sage mal Fälscher-Bande Ding festgemacht.

00:43:22: Leider starb Melvin Harris, zwei tausend vier und hat bis dahin nichts veröffentlicht was irgendwie uns hier weiter helfen würde.

00:43:30: Aber wir sind jetzt gerade an etwas vorbeigekommen Was auch schon bei der Russell Edwards-Folge und dem vermeintlichen Schalf von Katherine Addles wichtig ist, die Provenienzen.

00:43:37: Also die Herkunftsnachweisbarkeiten.

00:43:39: Was wir bisher gehört haben war ja nur die Angabe von Michael Barrett.

00:43:43: Und zwar Tony de Vero getroffen, der gab ihm Päckchen... ...und es blieb unklar wo Devereau das Buch her hatte.

00:43:48: Hat man den denn mal gefragt?

00:43:50: Nein!

00:43:50: Der ist ja sehr früh gestorben bevor der Anruf in London von Michael Barritt eingeht.

00:43:55: Ah also man ist nicht mehr dazu gekommen,

00:43:58: ihn

00:43:58: zu fragen oder er hat?

00:43:59: okay schade

00:44:01: Kurioserweise hat eine der Töchter von Toni Devereaux ausgesagt, dass sie oder irgendjemand anders in ihrer Familie nie mit diesem Tagebuch gesehen hat.

00:44:12: Und sie sagt daraus, Sie hätten es bestimmt gewusst, wenn's im Haushalt einen solch bedeutenden Gegenstand gegeben hätte und der da auch über längere Zeit verwahrt gewesen wäre?

00:44:23: Ja, mit Sicherheit!

00:44:25: Also das ist doch ... Ich mein, wo will man denn so was herhaben?

00:44:29: Es gibt ja nicht so viele Möglichkeiten.

00:44:31: entweder.

00:44:32: Er hat ihn irgendwo zu Hause gefunden, das weiß ich, er hat renoviert und es war hinter der Wand oder so?

00:44:38: Das kann ja noch sein.

00:44:39: also ... Ich mein, nicht sehr wahrscheinlich aber das wäre ja möglich.

00:44:42: Dann würde die Familie das mitbekommen.

00:44:45: Also du würdest das ja nicht verheimlichen schon gar nicht bei sowas.

00:44:48: Zweite Möglichkeit wäre irgendwie über den Handel, er had selber gekauft.

00:44:53: Und dann haben wir wieder die schwierige Provenience weil... dann muss man ja da wieder nachweisen, wo es herkommt.

00:44:59: Die dritte Möglichkeit ist irgendwie er hat's auch geschenkt gekriegt oder von irgendwem anders, aber da gilt wieder dasselbe.

00:45:06: Oder das ist ein Familienerbstück, aber das wüsste ihr die Familie auch?

00:45:09: Das ist doch eine sehr windige Geschichte, hör mal!

00:45:13: Ja net ausgedrückt... Aber so ist es.

00:45:15: ne.

00:45:16: also zusammengefasst Toni war tot Als das Tagebuch bekannt wurde, keiner kann die Geschichte bestätigen.

00:45:20: Es gibt keine Zeugnisse, keine Nachweise, keine Zäugen und diese Provenienz beruht nur auf Michaels Aussagen.

00:45:26: Also man kann sagen, die Geschichte des Tagebuchs ist zwar rätselhaft aber naja zumindest in sich stimmig.

00:45:32: und so wird sie auch veröffentlicht und zwar im Buch The Diary of Jackson Ripper von Shirley Harrison und dieses erscheint erstmals in englischer Sprache im Oktober.

00:45:41: nineteenhundertdreiundneunzig Und Harrison folgt Ihrem investigativen Ansatz.

00:45:47: Sie beschreibt also genau was da bekannt ist, was ihr bekannt ist und legt die Geschichte des Auftauchungs- und der Untersuchungen dar.

00:45:53: Außerdem ist das Buch oder das Tagebuch als Faximile darin abgedruckt sowie auch noch mal als Abschrift.

00:46:00: Ja, Feierabend würde ich sagen.

00:46:03: Oder wir

00:46:04: können es noch etwas wilder werden lassen?

00:46:07: Also so können wir es auf jeden Fall nicht stehen lassen, würde ich sagen.

00:46:09: Nein und das ist auch nicht so stemblieb dafür hat Michael Barrett selber gesorgt.

00:46:13: Und zwar, nineteenhundert vierundneunzig.

00:46:16: Das Tagebuch ist veröffentlicht.

00:46:17: Es ist auf dem besten Weg eine sensationelle Entdeckung zu sein.

00:46:21: Es wird ja weltweit auch in den Medien behandelt.

00:46:24: Doch dann geschieht etwas was den gesamten Fall nochmal ordentlich erschüttert Und zwar müssen wissen mit der Aufmerksamkeit der Medien und diesen wachsenden Spekulationen Diskussionen über die Herkunft des Tagebuchs, das Tagebuch selbst wächst auch der Druck auf Michael und er beginnt übermäßig zu trinken.

00:46:42: Er hat wohl vorher auch schon ein Problem damit gehabt aber hat es jetzt scheinbar nicht mehr wirklich im Griff und das führt auch leider zu sehr gewalttätigen Auseinandersetzungen in der Ehe.

00:46:53: Und zwar soweit dass am Sonntag den zweiten Januar Sie nimmt ihre Tochter Caroline mit und wird auch nie wieder zu ihm zurückkehren.

00:47:08: Drei Jahre später soll die Scheidung folgen, Anne nimmt ihren Mädchen namens Graham an.

00:47:14: Laut einem Brief, den Anne schrieb, hatte sie wohl schon jahrelang Missbrauch ertragen hauptsächlich durch den Alkoholismus ihres Mannes und war da an dem Punkt gewesen, wo es nicht mehr ging.

00:47:25: Aber was hat das jetzt mit dem Tagebuch zu tun?

00:47:26: Und zwar wenige Monate nach dieser Trennung ... gibt Michael Barrett eine eidesstadtliche Erklärung ab und die schlägt ein wie eine Bombe.

00:47:35: Er behauptet, das Tagebuch sei eine Fälschung.

00:47:39: Und nicht nur dass er erklärt, er sei der Autor des Tagebuchs gewesen!

00:47:42: Die Idee entstand laut dieser Erklärungen nach dem Barrett mit Anne und Tony de Vero zusammengesessen hat Und dann kaufte er wohl zuerst ein rotes, viktorianisches Tagebuch.

00:47:57: Das war aber wohl ungeeignet und stieß in eine Auktion auf dieses alte schwarze Fotoalbum.

00:48:02: Er entfernte die Fotografie und verwendete es als

00:48:06: Tagebuch.".

00:48:06: Den Text habe er auf Computer vorgeschrieben nachdem man sich sehr stark mit den Ripper-Fällen auseinandergesetzt hat.

00:48:14: Seine Frau Anne, weil sie wohl ne bessere Handschrift oder passendere Handschrift hat, hat den Text ins Buch übernommen.

00:48:21: Also tatsächlich klingt das wahrscheinlich ja jetzt die Ursprungsgeschichte, wenn ich das mal sagen darf.

00:48:26: Ja?

00:48:26: Genau!

00:48:27: Es würde Sinn ergeben.

00:48:28: Er sagt auch dass er James Maillbrick gewählt habe weil die Lebensdaten einfach so gut passen.

00:48:32: Die Lebensdarten passen gut und es ist in Liverpool auch eine wahnsinnig bekannte Geschichte.

00:48:37: also... Das war hier ein Riesenfall.

00:48:40: Das ist tatsächlich einer der größten Fälle die wir aus Liverpool überhaupt haben und deswegen natürlich werden sie das auch gekannt haben.

00:48:48: Das ist ja was, dass da vor Ort noch immer tradiert ist.

00:48:51: Ja es ist ein Hoax.

00:48:52: er wollte damit Kohle verdienen Punkt.

00:48:54: und jetzt könnte man ja sagen damit ist der Fall eigentlich beendet.

00:48:57: ne denn derjenige das Tagebuch entdeckt hat der ist der Öffentlichkeit präsentiert.

00:49:00: gibt dir zu es eine Fälschung klappe zu

00:49:03: aber dann muss ja jetzt noch etwas kommen.

00:49:06: ich kann dich auch sehen sehr das Gesicht.

00:49:08: Es entstehen daraus neue Probleme und zwar konnte Barrett die Details der Fälchung nicht überzeugend belegen.

00:49:15: Er konnte nicht den Kauf des Fotoalbungs darlegen.

00:49:19: Er konnte auch nicht frei von Widersprüchen darlegen, wann dieses Tagebuch entstanden ist.

00:49:24: Er hatte keine Textinwürfe, er hatte keine Vorschriften auf seinem Computer.

00:49:28: Er könnte keine Quellen angeben.

00:49:31: Der ganze Herstellungsablauf wie die angeblich vorgegangen sind waren immer wieder widersprüchlich in seinen Schilderungen und die endete er mehrfach.

00:49:39: Mal war Andy das handschriftlich verfasste dann war erst wieder selber, dann waren es beide zusammen Und einige der von ihm beschriebenen Schritten ließen sich auch nur sehr schwer mit den nachweisbaren Ereignissen vereinbaren.

00:49:51: Und noch verwirrender wurde das Ganze, als später Barrett begann dieses Geständnis wieder zu widerrufen und er sagte ja vielleicht ist das Tagebuch doch authentisch.

00:50:01: dann kehrte er aber wieder zur seiner ursprünglichen Behauptung zurück und sagte ne es ist eine moderne Fälschung.

00:50:07: also ich verkürze jetzt gerade ausgerechnet das Geständnis des angeblichen Fälschers führte nicht zu einem Ende der Debatte, sondern zu einer völlig neuen.

00:50:18: Ja, das ist ja öfter so bei solchen Geschichten ne?

00:50:21: Wenn man so hocks ist gesteht also nicht dass es jetzt gewesen sein muss.

00:50:24: vielleicht hat es ja auch jemand anders gefälscht.

00:50:26: Also ich gehe davon aus dass es eine Fälzung ist.

00:50:28: da bin ich vielleicht auch einfach zu skeptisch Aber er wäre nicht der erste der sowas wieder ruft und er wäre auch nicht der Erste der das nicht vernünftig darlegen kann oder es nicht vernüftig darlegt Ob er ist kann oder nicht.

00:50:42: Das heißt, dass es so gewesen sein wird.

00:50:44: aber also ich gehe davon aus, dass jemand es schon gefälscht haben wird.

00:50:49: das heißt aber nicht, dass er das unbedingt war.

00:50:51: vielleicht hat er ja auch die Fälschung von jemand anders erworben.

00:50:54: Ja und das ist genau die Argumentation Die die Befürvorte der Echtheit mit sich bringen dadurch dass er die fälschungen nicht eindeutig erklären kann.

00:51:01: er muss das ja echt sein.

00:51:03: Ja, du hast ja vollkommen recht.

00:51:05: Es ist eher ein Zickerschluss.

00:51:07: und auf der anderen Seite sagen natürlich diejenigen, die skeptisch dem Ganzen gegenüberstehen.

00:51:11: Aber moment mal wenn der Typ mit dem Tagebuch um die Ecke kommt sagt es das falsch dann wird's wahrscheinlich auch falsch sein.

00:51:16: Das Ergebnis des Paradoxes und ich glaube dass ist auch das was diesen Fall bis heute noch so prägt.

00:51:21: Ja, das leuchtet schon ein und es ist auch eine gute Geschichte.

00:51:25: Also das passt schon, wie du sagst.

00:51:28: Wenn man jetzt das nur so losgelöst hört dann ist das schon nicht total uneinleuchten.

00:51:32: Nichtsdestotrotz gibt es ja doch ein paar Sachen.

00:51:35: Aber dazu kommen wir vielleicht am Ende.

00:51:37: Ja

00:51:37: wir sind noch gar nicht beim Ende der Geschichte.

00:51:39: Noch gar nicht!

00:51:40: Okay also Michael Barrett ist die vermutlich wichtigste Quelle in diesem gesamten Fall.

00:51:46: aber er ist auch offensichtlich am wenigsten verlässlichen.

00:51:49: und das Problem ist er lebt halt auch nicht mehr.

00:51:53: Man findet äußerst wenig über Michael Barrett.

00:51:56: Das ist aus einer Zeit vor dem Internet, er starb wohl meiner Recherche nach am neunundzwanzigsten Januar zwei Tausendsechzehn.

00:52:04: insofern kann er natürlich nicht mehr befragt werden.

00:52:06: aber seine Frau Anne was sagt die denn dazu?

00:52:09: sie ist von ihm distanziert und nun kommt ihr ja zu dem Zeitpunkt noch ihr Ehemann mit einem Geständnis um die Ecke.

00:52:17: das bestreitet Sie insbesondere dass sie den Tagebuch geschrieben haben soll oder überhaupt an der Fälschung beteiligt gewesen soll, oder überhaupt jemals mit Michael über ein solches Projekt gesprochen zu haben.

00:52:29: Stattdessen kommt es ganz anders!

00:52:32: Man muss dazu bedenken... Mit dem Pfund des Tagebuchs in two ninety hielt sich Aaron immer sehr bedeckt und war auch äußerst zurückhaltend, auch im Jahr danach.

00:52:40: Immer wenn's um die Diskussion oder die Herkunft des Tagebuß ging, war sie eher im Hintergrund.

00:52:45: das war er Harrison oder auch mal Michael Barrett.

00:52:49: Geschichte mit Tony Devereaux allgemein akzeptiert.

00:52:52: So, jetzt ist aber fourneunzig der Streit die Trennung.

00:52:55: Michael gibt das Geständnis ab zerstört damit ja die eher wackelige Provenienz des Tagebuß und endstreitet es ab.

00:53:03: weiter noch wir hatten eine eigene Behauptung Und ich folge hier mal einem ihren eigenen Aussagen Die sind in einem interview mit radio mercy site am vierten oktober nineteenhundert fünfund neunzig führte.

00:53:15: Das kann man auch als abschrift im case book noch finden.

00:53:18: Darüber hinaus sollte man auch wissen, sie hat das Buch The Last Victim zusammen mit Keith Skinner veröffentlicht.

00:53:28: Und was ist ihre Geschichte?

00:53:30: Also ... Als ein Umzug anstand fand sie in einem Schrank eine Blechdose.

00:53:43: und was war in dieser Blech-Dose?

00:53:45: Das Tagebuch!

00:53:46: Eine neue Provinienz ist da Genau.

00:53:47: Aha!

00:53:49: Also doch hinter der Wand,

00:53:50: die Klassiker?

00:53:51: Richtig.

00:53:51: Ja, da kommt's auch noch hin.

00:53:53: Warten wir ab... Sie lass in dem Tagebuch und sah natürlich den Namen Jack Sirripper.

00:53:58: Das hat sie jetzt gar nicht so sehr beeindruckt.

00:54:00: für sie war wie sie selber sagt das damals eher so ein Boogieman, eine Schreckgestalt sowie Springhills Jack oder so.

00:54:07: Die hätte man gar nicht im Namen so viel Bedeutung beigemessen.

00:54:09: aber der Text ist also wer den liest, er ist wirklich widerlich zu lesen und sie war schon erschrocken von den Inhalten in diesem Buch.

00:54:17: Also wollte sie auch gerne wissen, woher das denn jetzt stammt?

00:54:19: Und fragte ihrem Vater.

00:54:21: Der Vater sagte, dass seine Stiefmutter ihm das... ... und das ist wohl von seiner Großmutter käme.

00:54:30: Ach du liebes bisschen!

00:54:31: Das ist ja richtig weit her.

00:54:34: okay also gut.

00:54:36: Das Buch kam wieder in die Blechdose.

00:54:38: Sie gab es ihrem Vater zurück und hat's dann gut zwanzig Jahre nicht mehr gesehen bis ihr Vater es ihr dann eines Tages überreichte.

00:54:45: Aber sie mochte das Buch nicht.

00:54:47: Aufgrund der Texte hatte sie eine regelrechte Abneigung, wie es sie selber angibt.

00:54:50: So hat sie es zu Hause versteckt.

00:54:52: Sie weiß auch nicht warum sich's nicht weggeworfen hat verschenkt zerstört was auch immer.

00:54:56: Sie hat sie jedenfalls hinter einen großen Schrank geschoben und hat es erst mal vergessen.

00:55:02: Laut ihrer Aussage hat zu dem Zeitpunkt Michael nichts von diesem Buch gewusst und auch niemand anderem hat sie davon erzählt.

00:55:09: Wieso holt sie es also scheinbar irgendwann wieder hervor?

00:55:12: Da wollen wir einmal hören, was sie selber sagt.

00:55:15: Nun einige Zeit später habe ich – ich machte gerade eine schwere Zeit durch – ganz spontan beschlossen das Tagebuch über eine dritte Person meine Mann zu übergeben damit es als Grundlage für einen Roman dienen könnte.

00:55:28: Diese Erlegung erschien mir damals ziemlich einleuchtend?

00:55:31: Ich kann es wirklich nicht erklären.

00:55:32: jedenfalls hab' ich genau das

00:55:33: getan.".

00:55:35: Wir erinnern uns, ihr Mann war damals arbeitslos Und spekuliere ich mal, sie wollte wohl möglicherweise schriftstellerische Ambitionen ihres Mannes Michael fördern.

00:55:45: Ja?

00:55:45: Diese dritte Person war...

00:55:47: Tony!

00:55:48: Richtig, Toni de Vero.

00:55:50: Dem hat sich das Buch gegeben.

00:55:51: Gründe warum das über Toni lief, wollte sie in dem Interview nicht mitteilen außer Zitat dass es mit ihrer Ehe zu tun hatte.

00:55:59: also hier können wir auch irgendwie spekuleieren.

00:56:01: Vielleicht wollte sie nicht, dass Michael sich herablassend behandelt kühlt.

00:56:05: Wenn Sie ihm eine schriftstellerische Aufgabe auf den Tisch legt ... whatever!

00:56:09: So jetzt muss ich noch mal auf unsere Bühne eine neue Person schicken.

00:56:12: Auftritt Paul Feldman.

00:56:14: Das ist ein britischer Geschäftsmann und ein begeisterter Reparologe Und nachdem das Tagebuch bekannt wurde hatte er sich da brennen für interessiert und war auch überzeugt.

00:56:23: Das muss ja echt sein.

00:56:24: Und nach dem Michael nun in fourneinzig sein Geständnis gegeben hat, dass es falsch ist fing paul an Ja, meine Worte, Anne auf den Sack zu gehen.

00:56:34: Also der hat sie mit Anfragen überschüttet und wollte mit ihr persönlich sprechen da er ihre Aussagen für sehr glaubwürdig hielt und die Geschichte über den Fund des Tagebuchens in der Blechtose für glaubwürdig hielt.

00:56:47: Dieser Paul Feldman investierte nun ziemlich viel Zeit und Geld in die Erforschung der Provenienz des Tagebuchs.

00:56:54: also er wollte die Geschichte von Anne weiter untermauern.

00:56:58: Und eine weitere Theorie, wie dieses Tagebuch in den Besitz von Annes Familie kam, lieferte er ja auch.

00:57:05: Denn als Florence Maybrick aus dem Gefängnis kam nannte sie sich Graham und klingelt es jetzt bei dir?

00:57:13: Denn Annes Geburtsname ist auch Graham!

00:57:16: Und als Florence maybrick slash Graham starb fand man ihn ihren Sachen einer Dressbuch, aus dem alle Einträge mit dem Buchstaben G herausgerissen waren.

00:57:26: Paul Feldman war überzeugt, dass er damit eine Verbindung zwischen Flory Maybrick und Anne Graham gefunden hatte.

00:57:32: Und so bat er, Anne auch ihren Vater William zu interviewen – da er ja sagte, das Tagebuch vermute ich von seiner Großmutterstamme.

00:57:40: Kurz vor seinem Tod gab William Graham diesem Paul Feldmann noch ein Interview und erzählt darin, dass Florence Maybricks sein Erkenntnis nach ein unehrliches Kind hatte, und zwar seinen Vater und damit den Großvater von Anne Graham.

00:57:57: William Graham glaubte also, er sei ein uneheliger Enkel von Florence Maybrick.

00:58:03: Also auch das lässt sich nicht lückenlos dokumentieren.

00:58:06: Es kann nicht rekonstruiert werden wie über verschiedene Verwandte was überhaupt sehr schwer historisch überprüfbar ist dieses Tagebuch bis dann da gelandet ist wo wir es jetzt gerade in unserer Geschichte gefunden haben.

00:58:19: Es kann auch Ihrer Meinung nach gut sein, dass das Buch eine Fälschung sei.

00:58:23: Aber dann müsste sie vor neunzehntenhundertfünfzig geschehen sein als ihr Vater das Buch das erste Mal sah.

00:58:29: Ja okay!

00:58:29: Denn Sie selbst hat es ja nicht geschrieben und sie geht auch nicht davon aus, dass Ihr Vater das geschrieben hat.

00:58:36: Also böse formuliert wir haben hier eine rekonstruierte Familienlegende und keine belegte Provenienz.

00:58:43: Und um es noch komplizierter zu machen, eine dritte Provenience für das Tagebuch geben.

00:58:48: Oh ja, bitte!

00:58:49: Und zwar tauchte tatsächlich später eine weitere Theorie auf und diese wird von vielen Forschern bis heute als ne recht interessante Möglichkeit zur Herkunft betrachtet.

00:59:00: Und zwar geht's um das Battle-Crees House also den Familiensitz der Maelbricks denn dort soll das Tagebuch versteckt gewesen sein.

00:59:08: du hast ja vorhin schon gesagt er hatte auch überall seine kleinen Fläschchen und Dingduren versteckt und möglicherweise auch das Tage Buch.

00:59:14: Und diese Theorie beginnt ausgerechnet genau an jenem Tag, als Michael Barrett zum Telefonhöhrer greift und bei Doreen Montgomery in London anrief.

00:59:24: Nämlich dem neunten März twohneinzehnundzwald.

00:59:27: Denn genau an diesem Tag fanden im Battle-Crees House Elektroarbeiten statt.

00:59:32: Eine Firma namens Portos & Roads war damit beschäftigt, in dem Haus Kabel zu verlegen und mussten dafür in verschiedenen Räumen die Fußbodendielen anheben.

00:59:41: Und bei diesen Arbeiten soll das Tagebuch entdeckt worden sein.

00:59:45: Das ist jetzt natürlich wieder für die Befürworter der Theorie, es ist besonders auffällig dass Barrett seinen Anruf dann genau in demselben Tag tätigte.

00:59:53: Wir kennen auch Namen von Arbeitern, die da waren und es werden auch irgendwie versucht Verbindungen herzustellen zu Michael Barrett.

00:59:58: aber auch das ist alles nicht wasserdicht.

01:00:00: Haben sie denn berichtet, dass Sie das gefunden haben?

01:00:03: oder wie kommt man darauf?

01:00:04: Nein

01:00:05: Niemand hat jemals ausgesagt, dass das Tagebuch dort gefunden wurde und es gibt auch keinen Arbeiter der sich zu einem Fund bekannt hat.

01:00:11: Es gibt lediglich einen Namen von Arbeiter die an diesen Tätigkeiten beteiligt waren, die in diesem Unternehmen arbeiten und da wird versucht eine Verbindung mit Michael Barrett herzustellen.

01:00:22: Also ist nur eine zeitliche Übereinstimmung, die wir im Grunde haben und das beweist eigentlich gar nichts.

01:00:26: Es existiert kein Dokument, kein Foto, kein schriftlicher Nachweis, keine Zeugenaussage oder irgendwas, was dieses Tagebuchs unter irgendeiner Diele lag und aufgehoben wurde.

01:00:35: Aber die Theorie ist natürlich insofern bemerkenswert, denn anders als die Geschichte von Tony Devereaux oder aber auch von Anne Graham führt sie zumindest direkt zu den Mailbricks, nämlich zu ihrem letzten Bekannten Wohnsitz.

01:00:45: Ja okay.

01:00:46: Und deswegen sagen viele ja das ist jetzt am plausibelsten sicherlich von allen Herkunftserklärungen, aber eigentlich werden auch überhaupt eine interessante Gette von Zufällen und beweist überhaupt nichts.

01:00:56: Ja, aber das würde ja auch voraussetzen, dass das Buch überhaupt erst mal von James Maverick verfasst wurde.

01:01:01: Was ich schon bezweifeln würde aufgrund des Inhalts schon.

01:01:05: Ja?

01:01:05: Kommen wir gleich auch noch hin!

01:01:07: Ich bin ungeduldig...

01:01:08: Wir haben drei Provinienzen, aber keine davon ist auch nur in der Nähe von Wasser dicht.

01:01:12: Lass uns an dieser Stelle nochmal unser Tagebuch vornehmen und wir schauen mal was für und gegen die Echtheit des Tagebuchs spricht.

01:01:19: Was spricht dafür?

01:01:20: Das Tagebuch an sich ist alt.

01:01:22: Es stammt nachweislich aus der viktorianischen Zeit.

01:01:24: Das ist kein modernes Notizbuch.

01:01:26: Und die Untersuchungen gaben auch keine Hinweise darauf, dass beispielsweise die ersten achtundvierzig Seiten, die hier entfernt wurden, unmittelbar vor Auftauchen des Tagebuchs entfernt worden.

01:01:35: Also diese Schnitte oder Risse waren schon gealtert.

01:01:38: Okay aber das heißt ja nichts!

01:01:40: Weil diese Dinge kannst du in Großbritannien wirklich am Meter kaufen?

01:01:43: Es gibt da wirklich sehr viel.

01:01:45: Genau also wenn sie herausgerissen wurden lässt sich nicht feststellen wie Du schon sagst es ganz einfach in Antiquariaten solche Tagebücher, Notizbüchere und Alten zu finden.

01:01:54: Ja und halt auch gerne mit solchen versöhnlichen Spuren, wie das eine Seite fehlt oder irgendwie was abgeknickt ist.

01:02:00: Oder was auch immer... Das ist nicht selten!

01:02:03: Also lassen wir das liegen?

01:02:04: Die eigentliche Frage lautet dann Wann wurde der Text in das Album geschrieben?

01:02:09: Da haben wir die Tinte Und das war auch immer eines der Argumente für die Befürworter der Echtheit Denn die Untersuchungen fanden keine Hinweise auf moderne synthetische Farbstoffe auf moderne Konservierungs- oder Bindermittel, oder überhaupt andere Bestandteile die irgendwie auf eine moderne Tinte hingedeutet hätten.

01:02:26: Der Tintenanalytiker dieser Dr.

01:02:29: Nicholas Eastow den ich vorhin schon erwähnt habe und auch weitere Gutachter die fanden zunächst also keine Bestandtale die das Dokument als eindeutig moderne Fälschung entlarften.

01:02:38: Das ist kein Beweis für die Echtheit, dass es hier wichtig aber es ist ein Problem für die Fältschungsthese Denn wenn Michael Barrett das Tagebuch tatsächlich in den frühen Womit?

01:02:50: Genau.

01:02:50: Bis heute gibt es keine allgemein akzeptierte Rekonstruktion, wie eine solche Fälschung technisch hergestellt worden sein

01:02:58: soll.".

01:02:59: Und dann von so jemandem... Also das ist ja niemand der sich jetzt viel mit sowas beschäftigt hätte oder so.

01:03:05: Zumindest habe ich so verstanden.

01:03:06: also kein Profi im Fälschen von alten Schriftwerken.

01:03:10: Nein!

01:03:10: Das stimmt schon und das ist genau den entscheidenden Punkt.

01:03:13: Keine Untersuchungen konnte zeigen dass Das Tagebuch tatsächlich aus.

01:03:18: Sie konnten nur sagen, dass bestimmte Merkmale nicht eindeutig modern wirken und zwischen diesen Aussagen ist ein entscheidender Unterschied, denn es spricht weder für noch gegen die Echtheit des Tagebuchs.

01:03:29: Ja und ich meine auch da ist ja noch eine andere Dimension drin.

01:03:32: das kann ja tatsächlich echt sein in dem Sinne, dass es wirklich aus was weiß ich.

01:03:39: Das heißt aber immer noch nicht, Wer auch immer der Jack the Ripper Tieter war.

01:03:45: Richtiger Punkt, kommen wir mal langsam rüber zum Inhalt dieser Psychologe David Forsor oder wie ist er darauf hin?

01:03:52: Dass der Verfasser über weite Strecken ein erstaunlich geschlossenes Persönlichkeitsbild zeichnete.

01:03:58: also er beschreibt den Drogenmissbrauch die starken Stimmungsschwankungen krankhafte Eifersucht diese obsessiven Gedanken und sein körperlichen Verfall und diese Darstellung passt zumindest Teilweise zum historischen Bild von James Marrybrick, das wir teilweise aus den zeitgenössischen Quellen kennen.

01:04:16: Aber diese biografischen Informationen waren auch vor nineteenhundertzweiundneinzig schon recherchierbar.

01:04:22: Richtig und trotzdem es gibt ja auch Fehler!

01:04:25: Zum einen war James ... War wirklich ein Nebemann.

01:04:29: der war eigentlich gut drauf.

01:04:30: abgesehen davon dass er ständig meinte er war krank War er jetzt niemand, der dauernd nur dunklen Gedanken nachhing oder so?

01:04:38: Er hat gerne sich auch mit Frauen umgeben zum Beispiel.

01:04:41: Also, er war ja selber jemand, der die Nähe zum weiblichen

01:04:45: Geschlecht

01:04:45: gesucht

01:04:46: hat.

01:04:46: Es war eher der zahlreiche Affären hatte und nicht Florence.

01:04:50: Und das ist vielleicht eigentlich das, was mir am meisten auffällt, weil ... Die Affäre, die Florence ja hatte, die war erst neunundachtzig also nach den Rippermorden kurz vor seinem Todetan tatsächlich.

01:05:07: Also Florence war jetzt nicht der Typ, der irgendwas hätte verbergen können.

01:05:11: Das wird deutlich wenn man sich mit ihr auseinandersetzt.

01:05:14: also sie ist kein Mastermind Sie geht nicht sehr schlau vor beim Verbergen ihrer Affäre.

01:05:21: deswegen fliegt die ja auch sofort auf quasi Islandepede und es kriegen auch alle mit.

01:05:26: Und ich kann mir nicht vorstellen dass Flory Ist nicht da irgendwie in Liverpool rumgetrieben hat und mit Männern getroffen oder so, also das passt zu ihr überhaupt nicht.

01:05:36: Das ist ja auch ein wichtiger Punkt.

01:05:37: Ja, das richtig!

01:05:38: Da ist nur das Problem, dass es sehr spekulativ, ne?

01:05:41: Da können wir jetzt nichts nachweisen über die Charakterzüge von Florey oder von James Maibrick.

01:05:45: Doch...

01:05:46: Also wirklich insoweit schon weil es ist ja wirklich über diesen Fall der Maibricks exzessiv geschrieben worden.

01:05:54: Und Florence war einfach eine sehr auf ihre Stellung bedachte frau aber auch eine sehr naive frau.

01:06:02: die ist nicht großartig alleine unterwegs gewesen und hat irgendwas gemacht.

01:06:06: das war nicht ihre art

01:06:08: ja aber wir folgen ja hier auch nicht den worten von florin sondern von james.

01:06:13: ich muss auch dazu sagen er ist jetzt hier nicht nur Obsessiv und krankhaft.

01:06:18: Er hat auch teilweise immer Momente, wo er wieder sehr lieb ist.

01:06:22: Da nennt er seine Frau mal nicht Hure sondern Bunny und ist dann wieder sehr liebevoll mit seinen Kindern.

01:06:28: Das ist der Punkt wo die Befürworter dahinter stehen.

01:06:31: Die finden das ist ungewöhnlich konsistent und sehr psychologisch geschlossen diese Tagebuchseiten.

01:06:38: Aber wir müssen halt auf die Fakten schauen und anders als es bei Album, Papier oder Tinte ist eine psychologische Coherenz kein objektiv überprüfbarer Befund.

01:06:48: Nein das stimmt natürlich!

01:06:49: Und wir können ja auch nicht in die Menschen reingucken.

01:06:51: Wir wissen ja nicht was er dachte oder so.

01:06:53: Auch wenn er sich gerne mit Frauen umgeben hat kann er sie trotzdem abgrundtief gehasst und widerlich gefunden haben Aufgrund seiner Ehefrau.

01:06:59: Das ist schon möglich Natürlich aber wie gesagt das kann man natürlich nicht belegen dass stimmt?

01:07:04: Ja

01:07:04: es ist ein Indiz ne?

01:07:05: Wir sind dann hier auf einer Indizien-Ebene Und wir haben jetzt natürlich den Punkt, es wurden halt keine Fälcher nachgewiesen.

01:07:12: Wir haben jetzt Michael Barrett und Graham vielleicht beide zusammen Tony Devereaux oder vielleicht jemand bislang unbekanntes drittes?

01:07:19: Keine dieser Theorien konnten in irgendeiner Form überzeugen.

01:07:22: niemand konnte schlüssig rekonstruieren wie der Text geschrieben wurde wann er geschrieben wurde womit er geschrieben würde oder auf welchem Weg er genau in dieser Form auftauchte.

01:07:31: und das bedeutet natürlich nicht dass das Tagebuch echt sein muss ist zeigt aber dass die Fälschungsthese als solches auch ein eigenes Provinzproblem hat.

01:07:41: Und das ist ja das Interessante daran, denn wenn das Tagebuch tatsächlich gefälscht wurde warum konnte in über dreißig Jahren niemand schlüsslich rekonstruieren wer es schrieb wann es geschrieben wurde womit es geschrieben wurden?

01:07:52: Ja dass ist schwierig aber es ist auch nicht die einzige Fälschung die nie komplett erklärt werden konnte.

01:07:58: Richtig und jetzt hast du gerade schon einen Punkt gebracht mit der Affäre von Flory.

01:08:04: was spricht gegen die Echtheit?

01:08:06: Ich hab jetzt einige Beispiele, da können wir mal durchgehen.

01:08:09: Wichtig ist aber dass keiner dieser Punkte für sich alleine einen Beweis für eine Verletzung darstellt.

01:08:16: Das ist eher so die Summe von Auffälligkeiten, sag ich jetzt mal, die man als Kritik äußern könnte.

01:08:22: Versuch ich es mal vorsichtig zu äußeren denn wir wollen ja hier nicht irgendwie die neue Wahrheit finden sondern wir können uns ja nur auf Fakten-Ebenen bewegen.

01:08:28: Aber schauen wir uns mal an!

01:08:29: Es gibt sprachliche Anakronismen im Text und zwar gibt es eine Formulierung One-of-Instance.

01:08:36: Ah, one... ja, mhm.

01:08:37: Könnte man übersetzen als ein einmaliger Fall!

01:08:45: Ein Punkt, dann taucht eine ungewöhnliche Wortfolge auf und zwar schreibt der Verfasser im Tagebuch.

01:09:11: Tin Matchbox Empty also eine leere Streichholz Dose.

01:09:18: aber die Wortfolger ist halt ungewönig Und auffällig ist das sie sehr stark der Formulierung der Inventar Listen der Polizei für die Habseligkeiten von Catherine Addos ähnelt als hätte jemand diesen Begriff aus der Inmentaliste abgeschrieben.

01:09:32: Ja genau, also das leuchtet ein ne?

01:09:34: Weil das ja eine Aufziehung.

01:09:35: Also es ist eine Tin Matchbox, also eine Streichholzschachtel leer.

01:09:40: So würde man's in die Liste schreiben.

01:09:42: In so einer Aser-Wartenliste oder so.

01:09:44: Und dann könnte man noch sagen der Verfasser, der klingt gar nicht wie ein viktorianischer Kaufmann sondern mehr als die moderne Vorstellung eines Serienmörders.

01:09:53: Starke Selbstinszenierung Hass Fantasien ja fast filmartige Monologe will ich sagen.

01:10:01: Genau, das meine ich

01:10:03: ja.

01:10:03: Es klingt eigentlich eher als würde jemand rückwirkend einen Serienmörder Text schreiben oder das Inleben eines Serien-Mörders?

01:10:10: Was mir auch aufgefallen ist es tatsächlich, dass es genau diese Canonical Five sind die er beschreibt.

01:10:16: Richtig!

01:10:16: Also ich mein kann sein, dass das so

01:10:18: war

01:10:19: können wir natürlich nicht sagen aber ihr habt ja nun wirklich unsere Folgen dazu gehört.

01:10:23: Das ist ja keinesfalls so eindeutig.

01:10:26: Aber später wird es häufig betrachtet

01:10:29: Ja und gerade die Canonica Five, würde ich sagen war ein Ende der Achtziger Anfang der Neunziger fast unumstößlich für die definitiven Opfer des Rippers.

01:10:38: Das Tagebuch ist unterschrieben mit Jack the Ripper.

01:10:42: Würde der echte Täter sich weiter als Jack The Ripper verstehen?

01:10:45: Oder wird der Name eher verwendet weil der Leser diesen erwartet?

01:10:49: Richtig das ist es ja.

01:10:51: zumal ja dass wahrscheinlich keine Eigenbezeichnung ist sondern auch von Brieffeldern erfunden.

01:10:58: Ja genau Und wir haben ja schon über Bekennerbriefe gesprochen und insbesondere über die bekanntesten.

01:11:03: Wenn man sich auf einen Bekennabrief schreiben, einschießen müsste wo man sagt das ist am ehesten in der Möglichkeit dass es authentisch ist, ist es wahrscheinlich dir from hell Brief?

01:11:13: Ja!

01:11:13: Und gerade dieser hat keine Jackson Ripper Unterschrift.

01:11:16: Naja und vor allem im Tagebuch also du hattest es ja vorhin schon mal gesagt was ist denn ein Tagebuch?

01:11:22: Ein Tagebuch ist ja nicht an jemanden gerichtet.

01:11:25: Also...

01:11:28: Lass uns noch mal einmal schauen, was die Mordserie und die Darstellung der Mordserie in Tagebrunnen

01:11:32: trifft.

01:11:32: Ich hatte ja für ihn schonmal so ein paar Sachen erwähnt.

01:11:34: das gucken wir jetzt nochmal einmal genauer an.

01:11:36: und da fangen wir bei Annie Chapman an.

01:11:39: Noch mal kurzer Reminder.

01:11:40: Annie Chapmann wurde am achten September, achtundachtachzig im Hinterhof der Hainbury Street gefunden Und der Verfasser des Tagebus schreibt nach diesem Mord Zitat Einring zwei Ringe ne Münze eine zwei und dass M dabei So viel ist wahr.

01:11:59: Keine Pille oder

01:12:00: zwei.".

01:12:01: Zitat Ende.

01:12:02: Hier wird auf die Habseligkeiten von Annie Chapman angespielt, du erinnerst dich ne?

01:12:07: Die wurden aufgereiht neben der Leiche gefunden und Annie hat ja wohl zumindest aus Zeugenberichten sich drei Messingringe gekauft und auf dem Mittelfinger getragen.

01:12:17: Genau mit ihrem Partner da zusammen.

01:12:19: Ja und diese fehlten.

01:12:21: dann hatte sie einen Briefumschlag bei sich.

01:12:24: Den hatte sie in ihrem Dosshaus vom Kaminsims genommen, weil ihre Pillendose kaputt war oder ihre Pillenbehältnisse und hatte da zwei Pillen reingelegt.

01:12:33: Das stimmt ja aus der Infirmary?

01:12:35: Genau!

01:12:36: Und dann werden noch zwei Münzen erwähnt.

01:12:39: In einem Zeitungsartikel der Evening News vom achten September wird erwähmt das im Kleid der Toten zwei Farthings also zwei Münzeln entdeckt wurden.

01:12:49: Aber weder im Inquest noch irgendwo anders, in den Polizeiakten werden diese Münzen erwähnt oder aufgelistet.

01:12:55: Und die Befürworter der Echtheit sagen das ist für sie die Interpretation von echtem Täter-Wissen.

01:13:01: Ja ich weiß nicht!

01:13:02: Ich würde sagen dass es eher die Zeitung gelesen weil... Das passt ja.

01:13:07: also diese zwei Münzen passen zu dem Narrativ mit der Prostitution und so ihr wunderbar.

01:13:11: und man hat ja dieses Narrativ auch befeuern wollen.

01:13:15: Wir lassen uns einmal so stehen.

01:13:18: Dann war dieser Umschlag mit den Pillen ja auch noch interessant, denn der trug die Adresse eines Sasex-Regiments und ein Oststempel.

01:13:26: Und zwar von London dem XXI.

01:13:29: August, und eine unvollständige Adresse, die bestand aus dem Buchstaben M Der Ziffer zwei und einem S. Und das ist also aus der Sphäre, dass der Anfang eine Adresse war bei einer Mitte durchgerissen.

01:13:40: Shirley Harrison interpretiert in ihrem Buch, dass Maybrick die Adresse so abgerissen hat, dass nur das M übrig blieb.

01:13:47: Oh Gott!

01:13:48: Untene zwei und ein S. aber das lassen wir jetzt mal hier scheinbar aus und vor.

01:13:53: Ja...

01:13:54: Jetzt kommen wir zum Mord an Mary Jane Kelly und das ist auch der Punkt, der mit am meisten diskutiert wird in diesem Tagebuch.

01:14:03: Schreiber behauptet, Zitat.

01:14:05: Ein Buchstabe hier?

01:14:07: Ein Buchstarbe da!

01:14:08: Zum Andenken an die Muttersau.

01:14:10: Ich hinterliese es den Trotteln aber sie werden es niemals finden.

01:14:13: ich war zu schlau ließ es ganz offen zurück allen Augen sichtbar.

01:14:18: soll ich schreiben und ihnen das sagen?

01:14:20: ich bin amüsiert.

01:14:22: Sie erinnert mich an die Hure so jung nicht wie ich.

01:14:25: Zitat Ende.

01:14:27: Dazu schreibt Shirley Harrison Zitat Einen unserer Berater gegenüber privat, das auf einem Foto mit der toten Mary Jane Kelly auf dem Bett.

01:14:40: Eine Initiale an der Wand erkennbar zu seinen Scheine.

01:14:43: Dort über ihrem Bett befindet sich der Buchstabe M., die Markierung Maillbricks seitlich davon ein anderer Buchstabbe – f. es ist kein Farbfoto aber die schmierigen Buchstaben könnten leicht mit Blut geschrieben

01:14:56: sein.".

01:14:58: Ich glaube, jeder hat dieses schreckliche Bild vor Augen.

01:15:01: Ja!

01:15:01: Was

01:15:01: jemals auch nur einmal gesehen hat und ich wage zu behaupten die sind nicht als erstes die Buchstaben F und M ins Auge gesprungen?

01:15:08: Nein, ich überlege gerade fieberhaft.

01:15:10: aber nein das habe ich nie gesehen.

01:15:12: also

01:15:13: kann ja jedermal für sich ausprobieren wer leider dann sehr genau hingucken muss.

01:15:17: auf diesem foto nochmal kleine triggerwarnung wer es noch nicht gesehen hat sollte es vielleicht sich auch nicht unbedingt anschauen ist wirklich ganz

01:15:23: furchtbar.

01:15:24: in dem Zusammenhang jetzt nicht nötig.

01:15:25: Das Problem, was hier so ein bisschen aufkommt diese Initialen die da wo sein sollen werden in keinem Bekannten muss man ja sagen Polizeibericht erwähnt.

01:15:34: wir wissen viele Berichte sind verloren gegangen viel Dokumentation oder andere Schriftstücke aber in keinm der uns bekannten Polizeiberichte wird dieser erwähnd auch in keine der bekannte Gerichtsakten Auch in keiner der be kannten Protokolle des Inquests zum Mord und auch in keiner weiteren bekannt zeitgenössischen Beschreibung.

01:15:53: Und darüber hinaus ist mir persönlich, und ich habe da jetzt wirklich nachgesucht auch keine Quelle irgendwie bekannt geworden.

01:15:59: Das heißt kein Vortrag, keine Notiz, keinen Brief, kein Blockeintrag, eine Fotostudie wo Simon Wood der hier genannt wird diese Initialen wirklich in nineteen hundert achten achtzig und das entscheidende Punkt damit vor dem Fund des Tagebuchs entdeckt und berichtet hat.

01:16:16: Und das verwundert, ne?

01:16:17: Denn so eine Entdeckung hätte ja in der Forschung wie eine Bombe eingeschlagen.

01:16:21: Ja natürlich!

01:16:22: In den... was Neues entdeckt hätte.

01:16:23: und die gesagt vor und wir müssen dazu sagen dieses Tatortfoto Das ist glaube ich eins der mit am intensivsten untersuchsten Kriminalfotos der Geschichte.

01:16:32: Gut,

01:16:32: ich meine wer weiß am Ende des Tages.

01:16:34: aber also Ich finde dass man das da nicht sieht.

01:16:37: Nein Aber jetzt guck mal hin und erwarte Mal Dass sie die Buchstaben erfunden haben Sie es Und das sind wieder bei dem Phänomen namens confirmation bias Ja.

01:16:45: Wir neigen dazu, Dinge eher zu sehen oder zu deuten und auch bestätigt zu bekommen was wir ohnehin schon erwartet haben oder geglaubt haben dort zu sehen.

01:16:53: so wenn wir die Fotos uns jetzt anschauen dann sehen wir da eine Menge Blutspuren Schatten Flecken Beschädigung auch fotografische Artifakte aus der Zeit Und mit etwas Fantasie findest du eine Menge.

01:17:04: ja es ist eben keine saubere Wand in dem Sinne

01:17:08: nein

01:17:09: aber also nichtsdestotrotz immer gut.

01:17:13: Jetzt kann ich mir das noch mal stundenlang zu Gemüte führen.

01:17:16: Aber, also... Das würde mich sehr wundern!

01:17:20: Vor allem eben wenn das vorher noch nie jemandem aufgefallen wäre, aber das würde mich auch sehr wundernden.

01:17:24: Ja

01:17:24: und das ist ja der stärkste Teil der Behauptung ne?

01:17:26: Nicht dass dieser Simon Wood da diese Buchstaben gesehen hat oder meint sie dazu erkennen sondern dass das vor dem Bekanntwerden des Tagebuchs gefunden worden sein sollte.

01:17:34: Das würde das Ganze erstützen.

01:17:36: So nach der Veröffentlichung des Tagebus wurden die Fotos und vor allen wieder durch diesen Paul Freeman der sehr sich reingegraben hat, erneut untersucht.

01:17:45: Nun meinte man da definitiv F und M zu erkennen.

01:17:48: Auch

01:17:48: Handelbuchstaben!

01:17:50: Ja ganze Schriftzüge wurden da teilweise erkannt.

01:17:52: Und das ist für mich, das ist meine Meinung eigentlich nur ein Lehrbuchbeispiele für diese Confirmation-Buyes.

01:17:59: Ja ja...und Mustererkennung ne?

01:18:02: Wir lieben das ja unsere Gehirne mögen das total gerne.

01:18:05: Muster zu erkennen und gerade bei solchen fleckigen Wänden oder so Das ist ja wie mit dem Mann im Mond Ja genau.

01:18:11: Wenn ich da hoch gucke, sehe ich so einiges.

01:18:14: aber das heißt nicht dass da auch was ist

01:18:15: Das Gesicht auf dem Maas?

01:18:16: Ja

01:18:17: das Maas gesehen, super Beispiel!

01:18:19: Es wurden aus sogar die Originalfotos wieder herausgeholt ja noch existieren.

01:18:23: Zitat Auf den Originalfoto seien keine Initialen an der Wand zu erkennen.

01:18:28: Die berühmten F und M Bilder beruhten auf vergrößerten artefakt behafteten Kopien Zitat Ende.

01:18:35: Das waren zumindest, ich hab jetzt nicht denjenigen herausgefunden, muss ich dazusagen von dem dieses Zitat stammt?

01:18:41: Nein wie gesagt das aller stärkste Argument hier ist dass es nie jemand aufgefallen sein soll vor Ort also den Ermitteln denn nicht aufgefallen sein soll.

01:18:52: Dass es nicht irgendwie besprochen wurde, das halte ich für ein Gerächtesode.

01:18:55: alles auseinander geflückt.

01:18:57: Also alles besprochen Ich weiß

01:18:59: nicht.

01:19:00: Ja und nochmal, für mich ist jetzt in diesem Zusammenhang mit dem Tagebuch nicht wichtig ob da ein M ist sondern ob dieser Befund vor twohneunzehnundzwei neunzig gemacht wurde.

01:19:10: Bleiben wir noch mal kurz bei Mary Jane Kelly.

01:19:12: ich muss jetzt immer noch einmal wahren von den Texten die ich jetzt zitiere aus dem Tagebuch weil sie wirklich sehr derbe sind.

01:19:17: ich versuche mal die ganz schlimmen Begriffe weg zu lassen.

01:19:20: Der Verfasser schreibt im Tagebuch Zitat Nichts habe ich von ihr übrig gelassen nichts.

01:19:26: Ich habe sie über das ganze Zimmer verteilt, ich hatte die Zeit.

01:19:29: Es schien mir einen Witz als sich ihre Brüste abschnitte Sie ein Weilchen küsste.

01:19:33: Der Geschmack des Blutes war süß Die Lust überwältigend Lies sie auf dem Tisch.

01:19:37: mit einem bisschen von den übrigen Zeugs Fand sie gehörten dorthin.

01:19:41: Zitat Ende.

01:19:42: Die zeitgenössischen Tatort Protokolle zeichnen ein anderes Bild Und auch das schreibt Shirley Harrison so dass das nicht stimmt, was der Verfasser hier wiedergibt.

01:19:51: Denn die Verstümmelung waren extrem aber die Körperteile waren nicht im ganzen Zimmer verteilt sondern lagen überwiegend unmittelbar auf oder direkt neben dem Bett und nicht halt wie das Tagebuch suggeriert.

01:20:02: Und?

01:20:03: Der Punkt mit den Brusten ist jetzt hier nochmal wichtig.

01:20:05: Er sagt er hat sie auf dem Tisch zurückgelassen.

01:20:08: nach den bekannten Berichten lag eine Brust unter Cady's Kopf und die andere nehmen ihrem rechten Fuß.

01:20:15: Harrison weist darauf auch hin erklärt sie aber mit der Raserei des Täters und hält daher diese kleineren Ungenauigkeiten, wie Sie sagt für wenig überraschend.

01:20:24: Na ich weiß nicht!

01:20:25: Er weiß ja noch mal darauf hin dass er meint die Gehörer auf den Tisch und so.

01:20:29: also das war ihm ja schon irgendwie ein wichtiger Punkt.

01:20:31: Korrekt

01:20:31: Also ob da dann so rasend war oder maja Ich weiß nicht.

01:20:35: Ja und es ist genau das Gegenteil was wir eigentlich hier haben wollen würden ne?

01:20:39: Exklusives Täterwissen

01:20:41: Genau.

01:20:41: Und jetzt noch ein letzter Punkt zum Mord an Kelly Und zwar geht es nochmal um ihre Tür.

01:20:48: Der Verfasser schreibt, den Schlüssel dabei bin ich frei!

01:20:52: Den Schlüssel dabei bin ich noch frei!

01:20:54: Ich hiermit spielte auf die Tatsache an dass die Polizei beziehungsweise der Vermieter McCarthy die Tür zu Kelly's Zimmer aufbrechen musste weil der Täter ja diesen Schlüssel hat.

01:21:04: Ah er meinte ah den Schlüssel dabei.

01:21:06: das ist ja ganz falsch.

01:21:07: Es gab ja gar keinen Schlüssel.

01:21:09: So Harrison schreibt dazu Zitat.

01:21:12: An diesem Punkt wirft das Tagebuch eine Frage auf.

01:21:15: Die Polizei musste die Tür zu Mary Jane Kelly's Zimmer aufbrechen.

01:21:18: Alle Zeitungen berichteten, der Schlüssel wäre vor dem Mord verloren gegangen aber Joe Barnett sagte er sei dann gefunden worden womit er Maybriggs Behauptung er sei damit fortgegangen bestätigte.

01:21:30: Ein paar Tage nach dem Morde berichtete eine Zeitung Der Schlüssel befände sich im Besitz der Polizei.

01:21:36: Eine vernünftige Erklärung hierfür wäre dass Maybrigg die Tür hinter sich abgeschlossen und den Schlüssel sobald er vom Schauplatz genügend weit entfernt hatte weggeforfen hat.

01:21:47: Jetzt wissen wir, dass der Verlust des Schlüssel vor dem Wort bekannt war.

01:21:51: Das ist die Aussage von Barnett, die es dokumentiert.

01:21:53: Ja das wissen wir ja!

01:21:54: Wir wissen auch, dass aus diesem Grund Kelly als auch Barnett immer durch diese Glasscheibe griffen.

01:21:59: Genau deswegen dieser eigenartige Aktion mit dem Durchgreifen durchs Fenster und so weiter.

01:22:04: Das war ja Thema.

01:22:06: Aber die Tür besaß ja ein Federschloss.

01:22:10: Die konnte ich von innen öffnen, wenn sie von außen zu viel war sie dicht und man konnte sie nicht öffnend.

01:22:14: Warum sollte der Täter also diese Tür abschließen?

01:22:16: Und auch noch diesen Schlüssel mitnehmen.

01:22:18: Also erst mal war der Schlüssel ja nicht mehr da und man musste sie auch nicht abschliessen.

01:22:22: Wenn er irgendwo den Schlüssel weggeworfen hätte und irgendjemand hätte irgendwo diesen Schlüssel wiedergefunden, hätte man ihn ja nicht identifiziert als ach das muss doch der Schlüsse zum Millerscourt Nummer dreizehn sein bringe ich mal zur Polizei.

01:22:34: Also das ist alles so ein bisschen merkwürdig.

01:22:36: Ja

01:22:36: und wäre jemand damit aufgelaufen, tatsächlich dann hätte man das sicher auch nicht unkommentiert einfach so gelassen.

01:22:42: Richtig!

01:22:43: Das ist ja auch.

01:22:44: also wäre das so was hier schon völlig völlig abwegig ist, hätte man ja nicht einfach nicht erwähnt?

01:22:50: Also nein, dass ist doch Quatsch.

01:22:51: Sehe ich ähnlich.

01:22:53: Dann haben wir noch den Knackpunkt mit der Handschrift.

01:22:57: Haben wir denn jetzt die Handschrift von James Maybrick im Tagebuch?

01:23:01: Das ist sehr schwierig zu sagen, denn es gibt Ja, ich muss fast sagen merkwürdigerweise für einen Baumwohlhändler aus Liverpool sehr wenig vor allem gesicherte Handschriften

01:23:11: pro.

01:23:12: Es gibt seine Eheurkunde und es gibt sein Testament?

01:23:15: Er hat ja nicht viel selber beschreiben müssen, er hatte ja für alles Angestellte.

01:23:19: das war ja tatsächlich so.

01:23:20: auch in seinem Büro waren ja zahlreiche Mitarbeitende beschäftigt die das gemacht haben diese Korrespondenzen und Listen und was nicht alles

01:23:28: genau.

01:23:28: Und ich hab sogar noch über eine dritte Handschriftenprobe gelesen, und zwar hat er wohl einen Gerichtsprozess in den USA geführt.

01:23:35: Das war jetzt nichts Wildes, das war irgendwas mit seinem Handel.

01:23:37: Da hat er auch einiges niedergeschrieben und mehrere bekannte Dokumenten- und Handschriftenexperten die sich seit dem Jahr mit dem Fall beschäftigen und zwar aus beiden Lagern sowohl den Skeptikern als auch den Befürworter der Echtheit kam zu einem negativen Ergebnis.

01:23:53: Die Handschriften des Tagebuchs stimmen nicht überzeugend mit den bekannten Handschritten von Maybrick überein.

01:24:00: Und ein Handschriftenexperte namens Kenneth Randall hat das Tagebuch untersucht und erklärt, dass der Stil dieser Schrift eher ins zwanzigste Jahrhundert als indiviktorianische Zeit passen?

01:24:11: Ja auch das ist ja ein wichtiger Punkt.

01:24:13: nur das war schon sehr.

01:24:15: also es war schon anders die schrift.

01:24:18: also man schrieb anders.

01:24:22: Punkt oder ein Kritikpunkt, der mir total einleuchtet und danach vielleicht schon fast der vernichtendste Kritik-Punkt ist.

01:24:28: Wenn James Maybrick wirklich der Ripper gewesen wäre dann müsste man doch exklusives Täter wissen.

01:24:35: in diesem Buch erwarten Zeitgenössische und vor allem unbekannte Tatiteis oder Insiderwissen oder Informationen die vielleicht erst später bestätigt wurden.

01:24:45: Stattdessen kriegt man einen Tagebuch und da stehen überwiegend nur Dinge drin die bereits vor in anderen Büchern Forschung Literatur nachzulesen waren.

01:24:57: Das heißt natürlich nicht automatisch, dass es wie eine Fälschung ist aber das Tagebuch hat ja wie sagt man so schön keine einzige Smoking Gun die irgendwie vom Täter stammen könnte

01:25:07: und ich finde wirklich auch Ich meine du hast recht wir können jetzt nicht Gedanken lesen und wissen nicht wie diese Menschen innerlich getickt haben.

01:25:15: Aber ich bin immer noch der Überzeugung, dass der Täter der Whitechapel-Morde jemand war.

01:25:20: Der sich sehr gut auskannte im East End und der nicht auffiel.

01:25:24: Ja!

01:25:25: Und James Maverick war beides nicht.

01:25:27: Also selbst wenn er sein Bruder da besucht hat und man ein paar Tage da war, der war nicht so vertraut mit dieser wirklich verwirrenden Gegend das es der als total ortskundig gelten könnte und ... Er war auch sicher nicht so, dass er nicht aufiel.

01:25:44: Also vielleicht hat er sich ja verkleidet, aber ich glaube es nicht.

01:25:48: Aber Nina, er passt auch so schön in das Bild was wir heute vom Ripper haben?

01:25:51: Das stimmt!

01:25:52: Darin passt er fantastisch.

01:25:54: Wenn wir Fotos von James Maverick sehen, er hat dann meist den Zylinder auf.

01:25:58: Er wickt wie der Gentleman aus dem West End.

01:26:00: Herrlich mit dem Schnäuzer.

01:26:02: Das stimmt total.

01:26:03: also sein Bild ist das Idealbild von Jack the Ripper, was ja nun auch ein

01:26:08: bisschen verdächtig

01:26:09: ist finde Und er ist halt einfach eine Persönlichkeit, die man kannte.

01:26:14: Also nicht zu der Zeit sondern aus der Zeit!

01:26:16: Das ist wieder so jemand.

01:26:18: und darum dass jetzt ausgerechnet das Tagebuch auch noch aus Liverpool stammt also das finde ich schon ein bisschen witzig weil ja gut du kannst immer mit dem Argument kommen achja da war ja die Großmutter von dem Sohn und deswegen aber Diese Dinge die wandern ja auch, das wissen wir ja mit Familien und so weiter.

01:26:38: Und in Liverpool ist einfach diese Maybreak Geschichte so bekannt!

01:26:43: Und dann ist das Liverpools Jack the Ripper halt Maybrick, das leuchtet mir total ein.

01:26:48: Übrigens wenn ich ihn maybrick ertächtigen würde, dann würde ich lieber Michael-Maybrick vertechigen der es mir wirklich sehr suspect einen ganz unangenehmer Typ.

01:26:55: Ja sagen wir mal so er hat Songs geschrieben mit sehr merkwürdigen Titeln

01:26:59: ja und er war auch einfach ein unangener Mensch.

01:27:02: übrigens gibt es auch da im buch dass ihnen ins Zentrum stellt und sagt er wäre Jack The

01:27:06: Ripper gewesen

01:27:07: und zwar von Bruce Robinson they all love Jack.

01:27:12: Also wer das mal lesen möchte, ich habe das schon früher bei mehr Verbrechen gesagt.

01:27:16: Das ist ein äußerst wütendes Buch hat irgendwie Spaß gemacht es zu lesen weil er so wütend ist die ganze Zeit und diese Taten machen einen ja irgendwie auch wütende Und er auch sich so ein bisschen aufregt über diese Täter Suche und so.

01:27:28: also Es ist schon auch ein bisschen lesenswert.

01:27:30: Ich freue mich jetzt schon auf deine folge dazu.

01:27:33: Ja, genau.

01:27:33: Also sag doch mal ob ihr Lust habt auch noch die Theorien zu Michael Maybrick zu hören.

01:27:37: das ist auf jeden Fall auch spannend.

01:27:38: aber ich finde wie gesagt er sei es Täter fast einleuchender als James der ja wirklich auch.

01:27:44: Wie gesagt er war nicht nur Drogenabhängig Er war auch Hypochondner.

01:27:47: er hatte ständig Angst dass er sich irgendwo eine Vergiftung Ne Infektion was auch immer zuzieht und dass der jetzt da in irgendwelchen ihr wisst was ich meine sich beschmiert und so, das halte ich wirklich für ein Gerücht.

01:28:03: Auch wenn ich nicht Gedanken lesen kann dass es so bisschen weiter geholt.

01:28:09: Ja, also ich muss sagen.

01:28:11: Ich finde das Tagebuch scheint erstaunlich viele Rätsel auf einmal lösen zu wollen.

01:28:16: Wir haben die Motivation des Mörders Die Opferwahl worum ja gerade die armen Frauen im ist entwählt.

01:28:21: wir Haben und auch da wieder ne es wird wieder nur über Prostituierte gesprochen Da werden Im tagebuch sind natürlich alle opferprostituiert.

01:28:29: die Eskalation der Taten das Ende der Mord-Serie, wo es gerade aufhört.

01:28:33: Das ist schon alles sehr auffällig.

01:28:35: dass es so wirklich pö apö zurechtgelegt wirkt

01:28:38: Ja da gebe ich dir total recht.

01:28:40: Es hört sich jetzt schon so an als würden wir abbinden wollen.

01:28:42: Die Geschichte ist immer noch nicht zu Ende Denn plötzlich taucht ein zweites Objekt auf und das soll den ganzen Fall nochmal wieder verändern.

01:28:52: Springen wir kurz nochmal einmal zurück in unsere Timeline.

01:28:55: Nachdem sich Michael im März, bei dieser Londoner Literaturagentur erstmals gemeldet hat und die Story so langsam in der Öffentlichkeit enthüllt wird und die Medienfahrt aufnehmen meldet sich im Juni, bei diesem Verleger Robert Smith.

01:29:12: Der das Tagebuch auch heute noch hat und der das dann im Oktober veröffentlichen sollte ein gewisser Orbit Johnson.

01:29:20: Robert Johnson ist ein ehemaliger Sicherheitsmitarbeiter aus Wallacy, auch das liegt bei Liverpool und er präsentiert eine alte goldene Taschenuhr.

01:29:30: Diese soll er bereits im Juli twohneinzehnundzwahl neunzig beim Juwelier in Wallacy gekauft haben.

01:29:36: Und ja diese Uhr hat ihm wohl schon länger im Schaufenster des Juweliers fasziniert und er wollte sie dann als Wertanlage für seine Engel entkaufen – für zweihundertzwanzig Pfund!

01:29:46: Die Uhr ist dann auch schon einige Monate in seinem Besitz und dann zeigte sie einem Kollegen.

01:29:51: Und der schaut sich die unter sehr starkem Licht an oder unter, sehr gutem Lichteinfall... ...und ihm fallen dabei kleine ganz feine Ritzungen auf der Innenseite des Gehäuses auf!

01:30:00: Also diese sind wirklich so fein dass man sie mit bloßem Auge kaum erkennen kann.

01:30:03: Wir versuchen da mal Fotos von bei Instagram noch zu posten.

01:30:07: Diese Gravuren lässt Johnson daraufhin unter ein Mikroskop untersuchen und findet Folgendes eingeritzt Zum einen I am Jack, dann J.Maybrick und verschiedene Buchstabenkombinationen die sich als Initial der kanonischen fünf Opfer zuordnen lassen.

01:30:26: Und zwar einmal M.A Punkt für Mary Ann Nichols.

01:30:29: A Punkt C Punkt wie Annie Chapman.

01:30:32: E Punkt S Punkt wie bei Elizabeth Stride.

01:30:35: C Punkt E Punkt wie Kassarine Addos und M Punkt J Punkt K Punkt wie beim Mary Jane Kelly.

01:30:43: Jetzt haben wir also das Tagebuch, dass James Maverick als Ripper bezeichnet und wir haben jetzt eine Taschenuhr in dem Mavericks Namen steht und der Schriftzug I am Jack.

01:30:52: Wenn jetzt wirklich beide Gegenstände echt wären dann würden sich diese gegenseitig stützen.

01:30:58: Stimmt?

01:30:58: Ja aber... Anders als das Tagebuch wurde die Uhr jetzt erst mal nie allgemein von der historischen oder, sagen wir mal kriminalhistorischen Forschung als ernsthafte Beweis für Mavericks Theaterschaft akzeptiert.

01:31:09: Denn die Uhr tauchte schnell auf nachdem das Tagebuch bereits in Fachkreisen bekannt geworden war und James Maverick auch als möglicher Ripper diskutiert wurde.

01:31:19: Jetzt ist die Frage hat irgendjemand die Uhr nachträglich graviert oder können man schon sagen präpariert um diese Tagebuchgeschichte zu stützen?

01:31:27: Die Uhr wurde jetzt auch mehrfach untersucht Und besonders deuten ist dann, wo sie die Untersuchung von einem Dr.

01:31:33: Steven Tegus, die vom damaligen Institute of Science and Technology der Universität in Manchester durchgeführt wurde und sein Fund war auch finde ich bemerkenswert.

01:31:44: Denn er schreibt das Digravuren älter zu sein schein als viele andere Gebrauchsspuren im Gehäuse.

01:31:51: Dann sind auch die Kanten dieser Ritzungen, die zeigen Abrundungen was für eine Abnutzung spricht Also längeren Gebrauch, nachdem diese Ritzung eingeführt wurden.

01:32:01: Und in diesem befanden sich auch kleine Metallpartikel was auf eine längere Alterung hindeutet.

01:32:07: Er schrieb allerdings ausdrücklich die Untersuchungen beweisen nicht das Alter der Grawuren.

01:32:12: sie liefern lediglich keine Hinweise auf eine moderne Herstellung.

01:32:15: Später untersuchte auch ein Dr.

01:32:17: Robert Wild von der Universität Bristol die Uhr und auch er kam zu einem ähnlichen Ergebnis.

01:32:22: Die Gravuren seien wahrscheinlich nicht erst kurz vor ihrer Entdeckung entstanden, aber auch Ehrschloss eine Fälschung nicht vollständig aus.

01:32:28: Es fragten sich die Kritiker natürlich wie wahrscheinlich ist es dass unmittelbar nach dem Auftauchen des Tagebuchs zufällig noch ein zweites Objekt mit derselben Geschichte auftaucht?

01:32:37: Ja finde ich auch merkwürdig!

01:32:39: Und hier haben wir wieder mal das Problem der Provenience.

01:32:41: also es existiert keine dokumentierte Besitzkette die die Uhr vom neunzehnten Jahrhundert bis zum Verkauf durch den Juwelier an Albert Johnson irgendwie nachvollziehbar macht.

01:32:52: Wir haben auch hier nur wieder eine geografische Nähe zur Liverpool, das heißt wir kennen den Juwelier, wir kennen Albert Johnson und wir kennen die Zeitpunkt des Kaufes und das ist leider keine Provinienz.

01:33:03: Auch wo die Uhr irgendwie die hundert Jahre zuvor waren, ist halt völlig unbekannt.

01:33:07: also die Datierung ist nicht eindeutig.

01:33:10: Die Gutachter sagen nicht, die Gravuren stammen von eighteen achten achtzig sondern sie sagen wir sehen keinen eindeute Anzeichen dafür dass Sie erst wenige Jahre alt sind.

01:33:19: Ja gut

01:33:20: Aber ich finde die Uhr trotzdem interessant, denn sie ist zwar kein Beweis.

01:33:23: Sie löst das Rätsel also auch nicht aber sie vergrößert es wieder.

01:33:26: Ja, das stimmt.

01:33:27: Es stehen zwei unabhängige Artifekte mit derselben Geschichte nebeneinander?

01:33:30: Ja und ich finde es trotzdem irgendwie auch bemerkenswertig.

01:33:33: Ich bin heute irgendwie die dauernd total skeptisches.

01:33:36: Also vielleicht würde es auch viel Spaß machen das einfach mal anzunehmen.

01:33:39: Scully!

01:33:40: Genau ja so ist es nämlich genau.

01:33:43: Warum redest man das in seine Taschenuhr?

01:33:47: Das ist jetzt doch mal so eine frage oder die man stellen darf.

01:33:50: beim tagebuch würde ich das ja noch verstehen.

01:33:51: okay du es ist für dich privat du versteckst das irgendwie unter deinen bodendielen und so.

01:33:56: Aber diese taschen nur.

01:33:58: da ist auch die gefahr auch groß dass du das irgendwie entdeckt.

01:34:03: also ich weiß nicht

01:34:05: kann ihr die frage nicht beantworten aber mir fällt's halt auch schwer mich in einen drogenabhängigen psychopathischen serienmörder zu versetzen.

01:34:11: Ja, aber vielleicht ist der Täter ja nicht drogen kann.

01:34:16: Mir ist dieser Punkt, dass du das in deine Taschenuhr ritzst irgendwie und er war ja nicht abhängig von Drogen.

01:34:23: Wir sagen das immer, aber das waren keine Bewusstsein zu verändern den Drogen, die einen irgendwie abfahren lassen.

01:34:29: Das waren halt nach und nach Vergiftungen, die es sich zugefügt hat.

01:34:33: Aber deswegen hatte er nicht blaue Engelchen gesehen oder so.

01:34:37: Der wusste schon noch was er tat Und das halte ich.

01:34:41: Aber wie gesagt, ein Beweis ist es natürlich nicht, dass es falsch ist.

01:34:44: Es kann trotzdem sein.

01:34:45: Ich meine Menschen tun alle Leidinge und wer bin ich, das zu beurteilen?

01:34:50: Trotzdem finde ich's irgendwie eigenartig, das ausgerechnet in so eine Uhr zu ritzen... ...und dann auch noch die Initialen.

01:34:57: also...

01:34:59: Es ist halt kurios!

01:35:00: Die Geschichte hat sich eins-zu-eins wiederholt.

01:35:02: Tagebuch hat einen Provenienzproblem.

01:35:03: Die Uhr ebenso.

01:35:04: Tagebuch lässt dich nicht eindeutig datieren.

01:35:06: Urebenso.

01:35:08: Objekte liefern interessante Indizien, keine ist ein eindeutiger Beweis und vergrößert das Rätsel halt.

01:35:15: Und das war es im Grunde auch.

01:35:17: Also über dreißig Jahre nach dem Auftauch dieses Tagebuchs in Anführungsstrichen, vielleicht ist es das einzig bekannte Dokument dass Tatsache von Jackson Ripper stammt aber vielleicht ist Es noch eine der besten und raffiniertesten literarischen Fälschungen des zwanzigsten Jahrhunderts.

01:35:32: sicher ist nur Das tagebuch macht James Merrick zu einem der bekanntesten Ripper verdächtigen, obwohl sein Name vor nineteenhundertzweiundneinzig nie im Zusammenhang mit dieser Mordserie aufgetaucht ist.

01:35:44: Das stimmt und wenn man heute nach ihm sucht dann ist das auch eine der ersten Sachen die auftaucht.

01:35:50: also beschäftigt man sich mit James Maybrick Dann liest man überall.

01:35:53: er is einer der wahrscheinlichsten ripperverdächtigend

01:35:56: Ja und es wird immer noch drüber gestritten.

01:35:58: Die Foren sind doch voll mit Diskussionen über Tinten Handschriften Uhren, Elektriker-Familiengeschichten und eides stattlichen Erklärungen.

01:36:08: Hat eigentlich die Maybrick-Family oder die Nachfahren derer mal irgendwas dazu gesagt?

01:36:13: Da hab ich nicht zugefunden.

01:36:14: ehrlich gesagt!

01:36:15: Ich habe es muss dazugeben aber auch nicht wirklich nachgesucht.

01:36:18: wäre noch mal interessant.

01:36:19: Na ja das wäre sicherlich öffentlich geworden.

01:36:21: im Zuge dieser ganzen Tagebuchgeschichte.

01:36:23: hätten die jetzt da eine Stellungnahme abgegeben.

01:36:26: das denke ich schon.

01:36:27: Wir sind damit am Ende.

01:36:29: Ich möchte aber gerne noch ein paar letzte Worte über Shirley Harrison verlieren, weil ich das nochmal wichtig finde.

01:36:34: wir haben ja schon über Russell Edwards mal gesprochen mit dem Eddowstschal und da war er so'n sehr fahr dabei geschmackt oder bei dass immer wieder dieses Story hochholt um da irgendwie auch Geld rauszuschlagen.

01:36:44: Und Shirley Harrison die übrigens während ich diese Folge recherchierte wir sehen gerade am siebten Juli auf Sie ist am achten Juni also jetzt vor ziemlich genau einem Monat im Alter von etwa neunzig Jahren gestorben Und sie blieb bis zuletzt bei diesem Tagebuch und hat sich damit auch wirklich jahrzehntelang weiter beschäftigt, und hat immer wieder überarbeitete Auflagen natürlich ihres Buches veröffentlicht.

01:37:06: Und verteidigte auch die Möglichkeit der Echtheit bis zu ihrem Tod.

01:37:10: Weil Sie einfach davon überzeugt war, dass ich eine moderne Fälschung nicht schlüssig nachweisen, diese... ...und viele Forscher, auch diejenigen, die das Tagebuch für eine Fälzung halten beschreiben Shirley Harrison als sehr freundlich offen.

01:37:25: Sie war immer sehr gesprächsbereit, sie hat sich alles angehört also ihre journalistische Ansatz blieb da.

01:37:30: Sie weiß kein Verfechter die sagte das Tagebuch ist eindeutig echt und ich schlag dann noch das absolute Geld raus sondern sie hatte eine Position eingenommen und wartete in Anführungsstrichen auf die Beweise für eine Fälschung Und die waren aus ihrer Sicht nicht gegeben.

01:37:45: Ja es ist ja auch so.

01:37:48: Ich meine im Grunde kann man ja auch diese Position einnehmen, ich bin jetzt eher ein skeptischer Mensch von daher werde ich immer erst mal schauen ob da was dran ist.

01:37:57: Aber ich mein ich verstehe sie auch schon und natürlich kann man das nicht beweisen dass es eine Fälschung ist.

01:38:04: aber es ist auch nicht unsere Aufgabe das zu beweisen.

01:38:06: es ist andersrum die Aufgabe zu beweise dass es keine fälschungen richtig so rum funktioniert.

01:38:13: und auch das ist nicht gelungen und solange das nicht gelogen ist es eben nun mal nicht bewiesen.

01:38:20: Ja, ich bin da ganz bei dir!

01:38:21: Ich wollte nur einmal noch jetzt sagen, dass sie auch unter allen Forschenden in diesem Gebiet immer sehr positiv beschrieben wird und sehr nett beschrieben werden und das ihr Verlust von allen Seiten sowohl befürworten als auch Skeptikern sehr betraut wird.

01:38:35: Und das fand ich ist nochmal ein sehr... hat so eine versöhnliche Note jetzt unter diesem Ganzen hin und her?

01:38:44: Im Gegensatz zu anderen, wie zum Beispiel Russell Edwards habe ich hier auch nicht den Eindruck das es darum ging jetzt möglichst viel Profit rauszuschlagen.

01:38:52: Vielleicht von den ursprünglichen Findern aber auch da ... Ich meine, da hat sich ja später auch nicht unbedingt Gutes für sie draus entwickelt.

01:39:01: also dass würde ich jetzt nicht unterstellen.

01:39:03: was auch immer dahinter steht und ja vielleicht ist es ja echt Aber für mich ist das nicht bewiesen und für mich spricht wirklich vieles dagegen Und ich finde es halt auch wirklich markant, dass es diesen sehr großen Kriminalfall gibt.

01:39:19: Der sich um James Mavericks Tod dreht und das jetzt ausgerechnet diese Person Jack the Ripper gewesen sein soll.

01:39:26: Ich weiß nicht was nicht heißt dass es unmöglich ist.

01:39:29: ihr habt unsere Argumente dafür untergegen gehört und dürft euch selbst ein Urteil bilden weil wie gesagt in diesem Fall nun ja Es ist weder des eine noch das andere bewiesen.

01:39:39: Ja Also für mich steht dieses ganze Tagebuch und diese ganze Diskussion darum sehr repräsentativ überhaupt.

01:39:45: Für die gesamte Ripper Forschung.

01:39:47: denn ich habe noch mal gemerkt, wie intensiver ich mich jetzt damit beschäftigt habe desto weniger scheint man am Ende wirklich sicher zu wissen.

01:39:54: Ja das

01:39:55: ist ja auch was immer wieder für Diskussionen ein neues Anfachen von Diskussionen sorgt.

01:40:01: Wie gesagt, manche Dinge muss man vielleicht auch gar nicht wissen.

01:40:04: Ob es jetzt dieser oder jener Täter war ist ja vielleicht gar nicht das Wesentliche daran.

01:40:09: Schwierig wird's halt in den Momenten wo Mann Äußerungen tätigt oder wo man vielleicht anderen Menschen wehtut mit dem was man

01:40:16: tut.

01:40:16: und ja dieses Tagebuch ist vielleicht nicht das Schlimmste was passiert ist im Zusammenhang mit dieser Geschichte.

01:40:22: ich finde es immer dann schwierig wie gesagt wenn da auch Profit rausgeschlagen wird oder zumindest die Absicht besteht Profit daraus zu schlagen und diese Geschichte auszuschlachten.

01:40:33: Im Gegenteil, man hat ja den Eindruck das es mehrere Verlierer sogar noch bei dieser Geschichte gab.

01:40:38: Richtig!

01:40:40: Eigentlich ist es eine ziemlich traurige Geschichte wie sowieso auch die Geschichte von James Maybrick Und seiner Frau Florence und überhaupt, also das ist eigentlich überhaupt gar keine schöne Geschichte.

01:40:50: Nichts

01:40:50: an der Geschichte heute schön!

01:40:51: Ja,

01:40:52: damit entlassen wir euch jetzt auch.

01:40:54: In diesem fröhlichen Sinne bleibt uns nichts weiter als euch einen schönen Abend, einen guten Morgen oder einen schöner Mittag zu wünschen, wann noch immer ihr uns hört...

01:41:03: Schreibt uns gerne, was ihr von der Folge haltet oder besser gesagt vom Fall und dem Tagebuch.

01:41:08: Ja genau!

01:41:08: Schickt

01:41:09: uns auch weiter gerne Vorschläge zu spannenden Themen oder was euch so umtreibt?

01:41:12: Genau meldet euch gerne.

01:41:14: wir freuen uns immer von euch zu hören.

01:41:15: die Kanäle kennt ihr ja und wie immer verlinken wir euch natürlich die Quellen zur heutigen Folge in den Show Notes.

01:41:21: schaut da also gerne rein und da findet ihr auch einen Link zum früher aber mehr Verbrechenfolge überall Florence Maybrick, das ist nämlich wirklich ganz interessant.

01:41:30: Und zu unserer Kaffeekasse!

01:41:31: Vielen Dank auch nochmal an all diejenigen, die uns ein Kaffee

01:41:34: spendiert

01:41:34: haben oder ein kleines Geburtstagsgeschenk von der letzten Folge da gelassen haben.

01:41:38: Das ist wirklich super lieb und da freuen wir uns immer

01:41:40: sehr drauf.

01:41:40: Ja, ganz herzlichen Dank dafür.

01:41:42: und ja dann würde ich sagen hören wir uns beim nächsten Mal ne?

01:41:45: Das machen wir.

01:41:46: Ich freue mich darauf.

01:41:47: Ich auch.

01:41:48: Macht's gut und bis ganz bald.

01:41:50: Tschüss!

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