17. Jack the Ripper fiktionalisieren.
Shownotes
Wie viel Freiheit darf sich Kunst nehmen, wenn es um echte Mordopfer geht?
In dieser Folge von „Jack the Ripper – Vom Mörder zum Mythos“ beleuchten wir die Whitechapel-Morde durch die Linse von Literatur und Film. Zu Gast sind der US-Bestsellerautor und ehemalige Militärpathologe Bradley Harper („Doktor Doyle jagt Jack the Ripper“) sowie der britische Regisseur James Mansell („Leviathan“). Wir diskutieren, wie man historische Verbrechen respektvoll fiktionalisiert, ohne Gewalt zu glorifizieren.
Themen dieser Episode: • Die vergessenen Frauen: Wie die reale Suffragette Margaret Harkness zur heimlichen Heldin wird. • Der echte Sherlock Holmes: Warum Regisseur James Mansell eine ganz persönliche Verbindung zur Story hat. • Einblicke eines Pathologen: Wie Brads reale Erfahrung mit Obduktionen seine Romane prägt. • Herzensprojekt: Die Herausforderung, mit Mini-Budget in einem echten Leichenhaus von 1888 zu drehen. • Die Psyche der Ermittler: Wie Sigmund Freud die Hauptfiguren geformt hat.
Erfahre mehr über unsere Gäste: • Bradley Harper: Offizielle Website • James Mansell: Offizielle Webiste • Den Kurzfilm „Leviathan“ könnt ihr euch hier ansehen.
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Transkript anzeigen
00:00:06: Jack the Ripper, vom Mörder zum Mythos.
00:00:20: Hallo Nina!
00:00:21: Hallo Dennis und hallo ihr Lieben!
00:00:24: Schön dass Ihr wieder mit dabei seid bei einer neuen Folge Und heute haben wir was ganz besonderes für Euch vorbereitet.
00:00:30: Wir sind selber ganz gespannt wie das wird.
00:00:33: Wir haben nämlich ein tolles Interview.
00:00:35: Das hatten wir ja schon angekündigt in der letzten Folge.
00:00:37: Aber bevor Ihr dazu ein bisschen mehr erfahrt wollen wir erstmal die Chance nutzen uns nochmal bei euch zu bedanken.
00:00:43: Ja, vielen lieben Dank.
00:00:45: Seit wir die Kaffeekasse eingerichtet haben nutzte sie auch wirklich?
00:00:48: Das bedeutet uns wirklich viel!
00:00:50: Ja ihr unterstützt uns da sehr.
00:00:52: also vielen vielen dank.
00:00:54: aber natürlich auch ganz herzlichen dank dafür dass ihr so fleißig zuhört und es weiter empfehlt die folgen liked usw.
00:01:01: Und vor
00:01:02: allem Vorschläge schickt.
00:01:03: Es kommen immer wieder neue Ideen.
00:01:04: Also wenn ich so viele Recherche aufwand damit verbunden wäre würde ich am liebsten wöchentlich neue Folgen rausbringen.
00:01:09: ja das stimmt.
00:01:10: also sind wirklich tolle ideen.
00:01:12: also keine angst Uns geht so schnell nicht der Stoff aus.
00:01:15: Wir versuchen alles toll zu recherchieren und nachzugucken, um daraus auch für euch hoffentlich spannende Folgen zu
00:01:21: machen.".
00:01:21: Ja genau!
00:01:22: Und wir wollen ja auch immer ein bisschen Abwechslung darin behalten in unseren Folgen?
00:01:25: Ja – und Abwechselung ist genau das richtige Stichwort denn wir haben eigentlich durch Zufall zwei ganz spannende Kontakte bekommen.
00:01:34: aber ich glaube wir müssen etwas anders anfangen.
00:01:37: Als wir so mit der Mordserie durch waren und unser eigentliches mini-Serie im Projekt abgeschlossen war.
00:01:42: Und wir weitermachen wollten, dass wir auch mal gerne Filme oder Bücher besprechen wollen die sich ja mehr oder weniger mit der Ripper Thematik oder mit der Weitschappel Mord Serie beschäftigen.
00:01:53: Jetzt haben wir glaube ich einen ganz guten Einstieg bevor wir das erste Buch oder den ersten Film beleuchten in dem wir mit einem Regisseur und einem Autoren gesprochen haben, die beide die Whitechapel-Mord-Serie fiktional verarbeitet haben.
00:02:08: Ja, nicht nur das sondern auch aufeinanderaufbauend.
00:02:13: Also es sind ja ein Autor und ein Resecheur, die jeweils miteinander gearbeitet haben.
00:02:19: also der Resecher hat das Weg des Autos verfilmt.
00:02:22: Oh Gott jetzt machen wir's aber spannend!
00:02:24: Und zwar geht es um den amerikanischen Autor Bradley Harper der das Buch A Knife in the Fog geschrieben hat und die andere Person, das ist James Mansell.
00:02:37: Das ist ein britischer Resischeur und er hat aufbohnt auf dem Werk von Bradley Harper seinen Kurzfilm Leviathan gedreht.
00:02:46: Und es kam durch Zufall zu diesem Gesprächen denn James Mansell schrieb mich über Instagram an.
00:02:52: Also auch in Großbritannien ist unser kleiner Podcast schon bekannt, zumindest bei einem Regisseur?
00:02:58: Ja aber das fand ich wirklich beeindruckend weil er meinte der hätte uns so schnell gefunden dass hätte ich gar nicht gedacht.
00:03:03: also auch dafür euch ganz herzlichen Dank!
00:03:05: Das liegt ja am Ende auch an euch.
00:03:06: Ich habe meine Statistik zugeschickt bekommen dass wir unter den top ten britischen historic london podcast aufgeführt werden
00:03:13: Britischen Podcast
00:03:14: über das historische London.
00:03:16: Ich weiß es nicht, ich hab's noch nicht hinterfragt, ich fand's cool.
00:03:19: Nee, hinterfragen wir auch besser nicht!
00:03:20: Okay zurück zum Thema... Genau
00:03:22: und über den James haben wir dann den Kontakt zu dem Brad bekommen.
00:03:26: um jetzt noch ein bisschen tiefer in unsere Küche blicken zu lassen Das Buch von Bradley Harper A Knife and the Fog ist von Dorothy Schröder übersetzt worden, die wir ja vor einigen Folgen zusammen mit ihrem Sohn Philipp Röttgas schon mal im Gespräch hatten.
00:03:40: Genau!
00:03:41: Sie
00:03:41: ist nicht nur jemand der britische Bücher ins Deutsch übersetzt sondern sie ist ja selber ziemlich tief im Thema und insofern ist die Übersetzung auch mit Hintergrundwissen angefertigt worden.
00:03:51: Dass das Interview mit Brad und James jetzt auch ein bisschen später kommt, dass liegt daran, dass wir lange überlegt haben wie wir das für euch aufbereiten denn Aufgrund der Sprachbarriere nicht einfach nur eins zu eins das Interview hier senden, sondern wir haben es ein bisschen aufbereitet.
00:04:06: Das heißt Nina und wir beide unterhalten uns gleich über das Gespräch und bringen zwischendurch immer mal wieder Otöne von den beiden Reihen was sie gesagt haben so dass auch diejenigen die jetzt vielleicht nicht ganz so gut im englischen sind genau wissen worüber wir uns unterhalten haben.
00:04:18: Das war nämlich tatsächlich am Ende über eineinhalb Stunden lang unser Gespräch.
00:04:22: Und das war auch ganz toll, aber vielleicht ist es schöner wenn wir es ein bisschen aufbereiten haben wir gedacht also lasst uns gerne wissen wie ihr's findet!
00:04:29: Es ist ja auch das erste Mal dass wir das machen hier im Podcast.
00:04:32: Gut dann starten wir mal durch.
00:04:46: Vielleicht startet man mit dem Inhalt des Buches und knife in the fog denn das ist schließlich Das Material, auf dem sowohl der Kurzfilm basiert als auch der Grund warum wir hier zusammengekommen sind eigentlich für unser kleines Interview.
00:05:21: Zur gleichen Zeit praktiziert in Portsmouth, im Süden Englands der neunzwanzigjährige Arthur Conan Doyle als Hausarzt.
00:05:29: Doch er ist frustriert – zwei Jahre zuvor veröffentlichte er mit Schwierigkeiten seine erste Kriminalgeschichte eine Studie in Scharlachrot, in der ein genialer Detektiv namens Sherlock Holmes ermittelte.
00:05:39: Die Geschichte war zwar ein Erfolg, brachte ihm aber kaum Geld ein.
00:05:43: Da erreicht Doyle eine Nachricht des ehemaligen Premierministers William Gladstone.
00:05:48: Ein Auftrag Doyle soll die Ermittlungen der verzweifelten Metropolitan Police als Berater unterstützen.
00:05:54: Der Arzt und Schriftsteller willigt unter einer Bedingung ein, er braucht seinen Mentor an seiner Seite dem brillanten Professor Joseph Bell jenen Mann der mit sein Deduktion Doyle eins zu der Figur Sherlock Holmes inspirierte.
00:06:08: doch die beiden Herren stoßen schnell an ihre Grenzen.
00:06:10: Als Männer des Bildungsbürgertums sind sie in den Elendsvierteln des East Ends so fremd wie auf einem anderen Planeten.
00:06:16: Sie verstehen weder die ungeschriebenen Gesetze der Straße noch die tödliche Dynamik der Slams.
00:06:21: Hier finden sie Unterstützung durch Margaret Harkness.
00:06:24: Die junge Autoren lebt selbst im East-End und kennt die sozialen Gefüge Und die Abgründe von Whitechapel, wie keine zweite.
00:06:32: Während Doyle & Bell mit Logik und Scalpel analysieren liefert Harknes den nötigen Realitätsein.
00:06:38: Gemeinsam bildet dieses ungleiche Trio eine Allianz gegen einen unbekannten Mörder.
00:06:45: Ja genau, und da sehen wir ja schon dass es total spannend ist weil Bradley Harper hier drei tatsächlich historische Personen ermitteln lässt quasi in dem Fall Jack the Ripper was natürlich nicht wirklich passiert ist.
00:06:59: aber auf diese Weise verarbeitet er den Stoff Und das is echt interessant.
00:07:05: Genau dazu werden wir gleich nochmal was von ihm selbst hören, wie er dazu kam und wie das ganz angegangen ist.
00:07:11: Vielleicht mal kurz zu den Fakten des Buches.
00:07:14: A Knife and the Fork erschien erstmals im Oktober, in den feinlichen Staaten im Seventh Street Book Verlag.
00:07:21: Es wurde direkt auch Finalist für den Edgar Award, der Mystery Writers of America in der Kategorie bester Erstlingsroman eines amerikanischen Autors.
00:07:31: Und das Buch wurde bisher ins Deutsche- und Japanische übersetzt.
00:07:35: Im Deutschland erschien es im Oktober, im Dyras Verlag als Dr.
00:07:40: Doyle Jaxxerripper und wie wir auch gesagt haben übersetzt von Dorothee Schröder.
00:07:45: Seit Mai, ist es auch in Deutschland als Hörbuch erhältlich eingesprochen von Markus Sven Rheinboldt.
00:07:54: Wollen wir noch mal ganz kurz Bradley Harper uns anschauen bevor wir ihn gleich selber hören?
00:08:02: Wie auch seine Frau ist er zum Teil Cherokee und die beiden sind jetzt auch schon über fünfzig Jahre verheiratet.
00:08:08: Als er zum College ging, wollte er selber Lehrer werden für Spanisch und Geschichte aber damals brachte Vietnamkrieg aus und er wurde direkt nach seinem Abschluss zur Militärdienst eingezogen.
00:08:19: Er wurde der Infanterie zugeteilt und hatte laut eigener Aussage eines Tages eine sehr unangenehme Begegnung mit einem Militäerarzt so dass er Beschlosses besser machen zu wollen.
00:08:28: Als er dann mit neunundzwanzig Jahren aus dem Dienst ausgeschieden war, studierte er also Medizin und ging zurück in die Armee.
00:08:34: Dort leitete er als Kommandant verschiedene Sanitätsseinheiten in Auslands einsetzen, hatte einen zweijährigen Einsatz im Pentagon und erhielt als der einzige Nicht-Italiener den Malteseroorden für die Unterstützung der italienischen Armee.
00:08:47: Er war insgesamt siebenunddreißig Jahre bei der US Army und erreichte den Rang eines Kernels.
00:08:52: Und war als Pathologe dort auch zuständig, führte in dieser Zeit über zweihundert Autopsien- und forensische Untersuchungen durch.
00:09:00: Nach seiner Pensionierung ging Brad dann wieder zur Schule Denn er machte ein Assassiette Degree in Creative Writing an der Full Sail University.
00:09:09: Dann begann er mit der Arbeit ins ersten Buch Ein Knife in the Fog, an dem er insgesamt drei Jahre arbeitete.
00:09:15: Und der sagt da, das war eigentlich das Buch was er selber immer lesen wollte.
00:09:19: Diese Figuren, also insbesondere die Figur von Margaret Harkness taucht auch noch in zwei weiteren Romanen von ihm auf, die mittlerweile auch schon ins Deutsch übersetzt wurden.
00:09:26: Also es ist so eine kleine Trilogie geworden.
00:09:29: Und zuletzt erschien von ihm Maiden Voyage auch hier wieder eine historische Person aus dem viktorianischen Landen, nämlich Mary Carr die teilweise Anführer der Forty Elephants.
00:09:41: Ganz spannende Geschichte.
00:09:42: und
00:09:42: diese Mary Car ist auf der Titanic einem Kunsttraub auf der Spur.
00:09:46: das Buch ist allerdings noch nicht ins Deutsch übersetzt worden.
00:09:48: genau was will ich noch über Brett zu sagen?
00:09:50: Ich glaube es ist ein total lieber angenehmer Besprächspartner
00:09:54: Ein ganz interessanter Mensch und auch super offen und freundlich, also das war ganz angenehm mit ihm zu reden.
00:10:01: Gerade auch weil er hat ja nun wirklich schon viel erlebt.
00:10:03: Also da hatte er uns vorher schon total viel erzählt.
00:10:07: Ja.
00:10:07: Ganz cooler Vogel!
00:10:09: Ja gut, aber jetzt kann man ja schon mal fragen.
00:10:12: Wie kommt so eine Person wie Bradley dazu einen historischen Kriminalfall wie Jack the Ripper zu einem fiktiven Roman zu verarbeiten?
00:10:20: Also warum hat er überhaupt Interesse an dem Stoff?
00:10:23: Weil das liegt nicht unbedingt so nah in seiner Biografie und das haben wir ihn natürlich auch gefragt.
00:10:34: Ich muss etwas früher anfangen.
00:10:36: Ich bin in Tulsa, Oklahoma am Rande der Stadt aufgewachsen.
00:10:41: Es war nicht ganz auf dem Land aber auch nicht ganz in der Stadt.
00:10:44: die Häuser standen etwas auseinander und im Sommer meines dreizehnten Lebensjahres war es das größte wenn einmal pro Woche der Bücherbus auf dem Parkplatz neben dem Lebensmittelgeschäft
00:10:55: stand.
00:10:55: also mit anderen Worten Bradley steigt ungefähr einmal die Woche auf seinen Fahrrad und fährt diesen weiten Weg hin um diesen Bibliotheksbus zu besuchen Und da kann er sich immer vier Bücher ausleihen und die hat er dann im Laufe der Woche gelesen, beim nächsten Mal wieder mitgenommen.
00:11:11: Bei einem dieser Besuche findet er den kompletten Sherlock Holmes-Kanon also alle Werke zu Sherlock Homes.
00:11:18: Da ist er dreizehn Jahre alt und er suchtet diese Geschichten wirklich innerhalb einer Woche durch.
00:11:24: Er ist am Ende so traurig als er mit dem letzten Buch fertig ist dass es keine weiteren Geschichten mehr gibt das er sogar weinen muss.
00:11:32: Sein ganzes Leben lang ist hier in Sherlock Holmes' Geschichten treu geblieben, hat auch immer wieder diese Geschichten gelesen und es hat ihn noch immer wieder fasziniert bis zu dem Zeitpunkt als er dann mit seinem beruflichen Leben insofern durch war.
00:11:44: Denn dann hat er uns erzählt... Nachdem ich nach siebenunddreißig Jahren vier Monaten und neun Tagen aus der Armee ausgeschieden war und ein Jahr im Ruhestand verbracht hatte sagte ich mir, dass ich einen Grund brauche morgens aus dem Bett zu kommen.
00:12:03: Eines Tages las sich auf Wikipedia den Artikel über Arthur Conan Doyle.
00:12:08: Was ihn über Conan Doyl besonders fasziniert hat war diese Tatsache, das er in der Studie in Schalachut veröffentlicht hatte und zunächst hatte Doyle auch große Schwierigkeiten diese zu veröffentlichen.
00:12:19: Schließlich verkaufte er die Rechte für fünfundzwanzig Pfund.
00:12:22: Ich habe mal nachgeschaut, es wären heute ungefähr viertausendfünfhundert Euro.
00:12:26: Damit hatte er aber auch komplett sämtliche Rechte an diesem Buch abgegeben, an diesem Roman.
00:12:31: Und das kam schon wirklich in der Beleidigung gleich – auch damals schon, dass Dolso wenig dafür bekommen hat und er war damit eigentlich dann auch selber fertig mit Kriminalgeschichten.
00:12:41: Er hatte gar keine Lust mehr, Kriminal-Geschichten zu schreiben!
00:12:43: Das ist ja dann auch irgendwann, wer sich ein bisschen mit dem Kanon und Conan Doyle auskennt, soweit gekommen, dass er die Schnauze voll hatte von Sherlock Holmes.
00:12:51: Eines Tages in seinen Tagebuch schreibt heute habe ich Sherlock Holmes getötet indem er den Reichenbachfälle runterschmiss.
00:12:57: Er wollte wieder andere ernstzunehmende Geschichten schreiben.
00:13:01: aber wir wissen heute hat natürlich Sherlock Holmes fortgesetzt.
00:13:04: Ja es war ja auch eine riesen drückte Öffentlichkeit.
00:13:07: Die Menschen wollten das.
00:13:08: er unbedingt weiter lesen.
00:13:09: Es hat tatsächlich ziemlich gut angekommen
00:13:11: Ja, richtig.
00:13:12: Aber was Bradley Harper jetzt so fasziniert hat?
00:13:15: Eighteen sechsen achtzig das Debüt dann vier Jahre nichts und Achtzehnhundertneunzig betritt Sherlock Holmes dann wieder die Bühne in dem Roman Das Zeichen der Vier.
00:13:27: Und Brad hatte dann so Er sagte so funktioniert seinen Kopf.
00:13:31: Die Idee da lagen genau In ermittelt Der Höhepunkt der White Chapel Mord Serie.
00:13:35: und Was ist denn vielleicht bei Conan Doyle möglicherweise passiert in diesen vier Jahren?
00:13:48: Wäre es nicht interessant, eine Geschichte zu schreiben die erklärt warum Conan Doyl wieder Sherlock Holmes schrieb und warum der Ripper genauso plötzlich aufhörte wie er angefangen hatte ohne jemals bewusst gefasst worden zu sein.
00:14:01: Diese beiden Ideen zu einer Geschichte zu verbinden faszinierte mich einfach.
00:14:06: Ja, also wie gesagt Bradley kannte sich gut aus mit dem Sherlock Holmes Stoff und auch mit seinem Schöpfer.
00:14:13: Aber es hat ihn dann doch interessiert, wie Conan Doyle mit dem Ripper umgegangen ist Und um das ein bisschen rauszufinden hatte er sich mit jemandem in Kontakt gesetzt nämlich mit Richard Jones.
00:14:24: Der war mal Postbote im Whitechapel und ist ganz verbunden mit diesem Gebiet und der Geschichte.
00:14:32: Ein wirklicher Experte fürs East End kann man sagen.
00:14:35: Und die beiden haben sich dann getroffen und geredet.
00:14:39: Und sind stundenlang da nachts durchs East End gezogen, um so ein bisschen die Atmosphäre kennenzulernen, was er auch sehr schön beschreibt.
00:14:48: Der Richard hat auch mehrere Bücher geschrieben und ganz viel Hintergrundrecherche betrieben.
00:14:55: Dadurch kommt Bradley immer weiter rein in den Stoff.
00:14:58: Wer die Bücher von Richard Jones kennt ... Ich hab einige selber hier im Regal stehen.
00:15:03: Das sind wirklich gute Bücher!
00:15:04: Jones ist jetzt keiner dieser Autoren, der das Ganze... also er erst mal von sich behauptet, dass er vielleicht möglicherweise die Täter identifiziert hätte.
00:15:12: Sondern er ist auch dabei historisch korrekt diese Mord-Serie aufzuarbeiten und darzulegen.
00:15:18: Insofern diese Art der Betrachtung der Whitechapel-Mordserie ist natürlich auch für Bradley Harper durchaus interessant.
00:15:24: Und wie er selber sagt Ich wollte Jack the Ripper nicht zu einem Helden machen.
00:15:34: Ich wollte ihn nicht verherrlichen und ich hatte das Gefühl, dass die Frauen bisher nur als Opfer benutzt wurden.
00:15:40: Aber im Grunde waren sie wie bei einem Revolverhelden bloß Kerben an seinem Revolve.
00:15:45: Das hat mich einfach wütend gemacht!
00:15:47: Ich wollte Sie also zu echten Menschen machen und ihrem Tod Bedeutung verleihen Anstatt sie nur als einen weiteren Strich in der Liste des Mörders zu sehen.
00:15:56: Und ich wollte Whitechapel zu einem Charakter in der Geschichte machen genauso wie jede andere Figur
00:16:01: Ja, und das gelingt einem ja manchmal auch besonders gut in bewegt Bild.
00:16:06: Also ich mein Bradley hat natürlich seinen fantastischen Roman geschrieben aber das Ganze wurde ja auch filmisch umgesetzt.
00:16:13: Und an dieser Stelle kommt jetzt James Mansell ins Spiel.
00:16:16: In unser Interview
00:16:18: Als James mich anschrieb, hatte er mir einen Link zu seinem Kurzfilm Leviathan geschickt und ich bin da relativ unvorbereitet rangeklickt.
00:16:26: Und dachte mir ja gut was wird das denn schon sein?
00:16:29: Ich muss sagen der Film hat mich gepackt!
00:16:32: Ich habe den bisher jetzt wirklich sehr häufig schon gesehen und entdeckt immer wieder Kleinigkeiten.
00:16:37: aber vielleicht einmal noch zurück.
00:16:39: worum geht es in leviathan?
00:16:41: dafür hab ich natürlich eine kleine Zusammenfassung geschrieben.
00:16:46: Es ist die Nacht des dreißigsten September, ein Ort an dem die Luft nach Desinfektionsmittel und Tod riecht.
00:16:54: Die Leichenhalle des Coronascore in Whitechapel.
00:16:58: Unter den Flakern der Dichter Gaslampen stehen zwei Männer auf einem Obduktionstisch Der junge Arzt und Schriftsteller Dr.
00:17:04: Arthur Conan Doyle Und sein Mentor Professor Joseph Bell.
00:17:09: Vor ihnen unter einem weißen Lagen liegt das neueste Grauen Ein weiteres Opfer jenes von Tomes, dass die Welt mittlerweile eher fürchtig und schaudernd Jack the Ripper nennt.
00:17:21: Dass sie sind nicht allein!
00:17:22: Eine junge Frau betritt den Raum – Margaret Harkness.
00:17:26: Sie ist Journalistin, sie ist temperamentvoll und sie kennt.
00:17:28: das Ist ein besser als jeder Polizist.
00:17:31: Während Doyle und Bell mit medizinischer Präzision nach Hinweisen suchen nach Schnitten, Mustern, Fakten stellt Margaret die entscheidende Frage nach dem Warum?
00:17:42: Sie konfrontiert die beiden Männer mit etwas, das kein Skypell freilegen kann.
00:17:46: Ihre eigenen Vorurteile In einer Gesellschaft, die diese ermordeten Frauen nur als Unglückliche oder bloße Statistiken der Armut betrachtet zwingt Harknes, Doyle und Bell zum Hinsehen.
00:17:57: sie macht unmissverständlich klar Armut Sucht und soziale Stigmatisierung bestimmt nicht den Wert eines Menschen.
00:18:05: in dieser Nacht zwischen den kalten Wänden der Leichenhalle wird aus der Jagdnacht einem Mörder etwas größeres.
00:18:11: Drei ungleiche Charaktere bilden eine Allianz gegen eine Gewalt, die aus der Dunkelheit der Armut und der Ignoranz der Mächtigen erwächst.
00:18:18: Sie jagen kein gewöhnlichen Mörder!
00:18:20: Sie jaggen einen Leviathan, den im Schatten lauert.
00:18:25: Der Film «Leviathan» ist aus dem Jahr zwölfundzwanzig und hat eine Laufzeit von achtzehn Minuten.
00:18:31: Das ist im Grunde ein Kammerstück.
00:18:33: es spielt nur in dieser Laichenhalle.
00:18:35: Regie führte James Mansell Und das Drehbuch schrieb Bradley Harper.
00:18:40: Die Darsteller sind Lauren Cornelius als Margaret Harkness, Rave Bird als Arthur Conan Doyle und Matthew Lloyd Davis als Professor Joseph Bell.
00:18:51: Der Film wurde von Kritikern besonders für seine sehr dichte Atmosphäre, das Lichtdesign die Musik und auch vor allem die schauspielerische Leistung gelobt.
00:18:59: Und hat mittlerweile viele Nominierung aber noch mehr Gewinne einfahren können in verschiedensten Filmfestivals gerade für Kurzfilme.
00:19:08: also er hat gewonnen best short film Best Narrative Short Best Actress Best Original Score und ist wirklich ein Aushängeschild auf wie arbeiten von James geworden.
00:19:19: Ja, der Film ist wirklich toll.
00:19:20: Wir verlinken euch den auch in den Shownutz.
00:19:23: Dann könnt ihr selber reinschauen.
00:19:25: Das empfehlen wir euch auch sehr.
00:19:27: Also die Atmosphäre ist großartig.
00:19:30: Es ist toll umgesetzt und es lohnt sich, mal ein bisschen einzutauchen in diese Whitechapel-Atmosphere zu jener Zeit.
00:19:41: Macht das gerne!
00:19:43: Vielleicht noch zu James S. Britte ist Regisseur, Drehbuchautor und Produzent.
00:19:48: er selbst hat eine kleine Produktionsfirma die Waygate Films Limited gegründet und seine Karriere umfasst bisher sowohl Filmfernsehen aber auch Musikvideos oder auch Content für Marken also Werbefilme.
00:20:02: Er begann seine Karrière als Dokumentarfilmer und aber auch als Kameramann im Reality TV-Bereich für verschiedene britische Sender.
00:20:10: Und durch seine Erfahrungen ist es so, dass er mittlerweile in seinen Werken mehrere Rollen übernimmt vom Drehbuch über die Regie bis zum Schnitt.
00:20:18: In der britischen Independent Film Szene hat er insbesondere den Ruf für ein sehr atmosphärisches Erzählen was man aber auch in Leviathan ganz hervorragend sieht.
00:20:29: Ja genau also das empfehlen wir euch heute wirklich warmherzig.
00:20:34: Und es ist auch sehr beeindruckend die Entstehungsgeschichte dieses Films, weil das wirklich richtig handgemacht mit einem kleinen Budget.
00:20:41: Die hatten nicht mal dreißigtausend Euro und wer sich ein bisschen auskennt mit Filme machen, der weiß, dass es wirklich nicht viel ... Wenn ihr den Film angeschaut habt, werdet ihr genauso beeindruckt davon sein wie wir was daraus wurde?
00:20:55: Aber holen wir doch jetzt auch James in unser Gespräch und fragen ihn, welche Verantwortung er denn spürt wenn sie sich mit realen Personen, insbesondere natürlich auch mit realem Mordopfern von schrecklichen Taten beschäftigen und die ins Zentrum ihrer Werke stellen.
00:21:18: Ich denke wenn man es mit echten Menschen zu tun hat trägt man eine Verantwortung vor allem wenn man etwas kreiert das unterhaltsam sein soll.
00:21:26: diese Frauen die ermordet wurden waren sehr sehr real Und natürlich gab es im Laufe der Zeit eine Reihe von Adaptionen und Geschichten, die die Menschen nicht mit Respekt behandelt haben.
00:21:38: Ja genau!
00:21:39: Deswegen wird auch in Leviathan nicht gezeigt wie die Verletzungen aussehen oder wirklich die Autopsie durchgeführt wird.
00:21:48: Das ist so gut ne?
00:21:50: Es ist hervorragend.
00:21:51: Es
00:21:51: wird mit so viel Tag-Gefühl umgegangen.
00:21:53: das ist ein ganz tolles Sehen.
00:21:56: James sagt dazu auch, dass es ihm besonders darum geht, dass die Atmosphäre im Film dicht wirkt.
00:22:02: Also als hätte man das Gefühl dabei zu sein und er hat dann auch noch mal erzählt, dass ist ihm dabei.
00:22:08: wichtiger ist ,dass die Szene einen mitnimmt, dass man sich in die Zeit versetzt fühlt, als dass wirklich alles einhundertprozentig authentisch ist Und man merkt es auch wirklich nicht in dem Kurzfilm.
00:22:21: Aber sie haben dann teilweise improvisiert mit Möbeln aus dem eigenen Haushalt und so, also ganz spannend.
00:22:27: Und das unterschreicht noch mal wie wichtig ihm eben ist, dass man sich hineingezogen fühlt in diese
00:22:32: Szenerie.".
00:22:33: Der sagt ja auch oft sieht man im Film die Leute rumlaufen mit ihren Knarren in der Hand, das Ganze soll irgendwie cool wirken, soll Stil haben ... Darum geht's ihm halt nicht ne?
00:22:41: Also es soll so authentisch sein ,dass man reingezogen wird in diesen Ort, dass er mit einem Obduktionstisch steht um jetzt im Fall von Leviathan zu bleiben
00:22:50: Ja, und man hat auch wirklich das Gefühl als würde sich dieses Gespräch zwischen den Protagonistinnen da direkt vor den Augen entwickeln.
00:22:57: Also es wirkt alles sehr, sehr organisch unnatürlich.
00:23:00: Das ist natürlich sowohl Bradley als auch James zu verdanken und natürlich dem ganzen Team.
00:23:05: Bei dieser ganzen Geschichte also das ganze Atmosphäre Sticht wirken zu lassen und als wäre man dabei gibt es aber für die zwei auch ganz klare No-Gos.
00:23:15: Da haben Schmerzhaften Punkt bei Bradley getroffen, deswegen wollen wir ihn hier einmal hören ohne deine Synchronisation drüber zu legen.
00:23:55: Kurz zusammengefasst Bradley hat in seiner Zeit bei der US Army und in seinem Job als Pathologe viele Menschen untersuchen müssen, die gewaltsam aus dem Leben gerissen wurden.
00:24:05: Und dadurch wurde ihm auch sehr früh klar dass es kein Job ist den er jetzt ewig ausführen wollen würde denn das hat wirklich Spuren bei ihm hinterlassen.
00:24:15: Genau aus diesen Gründen würde er niemals Menschen glorifizieren, die sich ihre Befriedigung durch das Ausüben von Macht oder Gewalt über andere holen.
00:24:26: Das merkt man aber auch ganz stark in seiner Geschichte, wer den Roman liest?
00:24:29: Das ist keine blutrünstige Geschichte wie man es vielleicht gerade von Ripper-Roman immer erwarten würde und diese Blutspur zieht sich nicht so durch das Buch.
00:24:38: Er hat einen sehr nüchternen Umgang, was die Gewalt angeht.
00:24:44: Aber vor allem auch die Autopsieszenen oder ein Problem von dem wir auch selber in unserem Podcast standen wenn wir über die Verletzungen der Opfer berichtet haben.
00:24:53: Was ist wirklich notwendig zu berichten?
00:24:55: In so einem Podcast?
00:24:57: und was sind einfach grausame Details, die man hier auch weglassen kann und dann auch sollte?
00:25:02: Und da geht auch Bradley mit sehr großem Taktgefühl an seine Geschichte.
00:25:07: Ja, in der Tat.
00:25:08: Also das ist wirklich eine ganz empathische Darstellung und es ist ein bisschen so als könnten wir durch die Augen dieser drei Personen selber ein bisschen diese Geschichte ergründen.
00:25:21: also da geht es eher darum um die Empfindungen, um die Wahrnehmung der Leute und darum haben wir uns natürlich auch besonders dafür interessiert Wie die Recherche der beiden aussahen, also zum einen natürlich Bretz und dann auch hier vor allem James ist für die Darstellung.
00:25:41: Der historischen Personen aber auch der Szenarie und deren Umgang untereinander.
00:25:46: bei Brett war das so der hat nicht nur drüber nachgelesen sondern gerade gehört haben wir beim Richard Jones im Whitechapel unterwegs Ein Gefühl gemacht für Entfernungen, für Gebäude.
00:25:58: Für die Atmosphäre, sobald man das heutzutage noch kann.
00:26:01: Er hatte immer eine Timeline der Mordserie, die er ins Rate gezogen hat.
00:26:06: was passiert an welchem Tag welche Entwicklungen sind da passiert um das dann auch in seine Geschichte einflechten zu lassen.
00:26:12: und er hat sich natürlich mit den historischen Personen stärker auseinandergesetzt also mit dem Biografien von Doyle Bell und Harkness.
00:26:19: Das merkt man auch sehr
00:26:20: ja?
00:26:21: Ja musste James ein bisschen relativieren, weil letztendlich dieser Kurzfilm hat dreißig tausend Pfund gekostet und ist an zwei Dreh-Tagen entstanden.
00:26:32: Und da konnte er sich natürlich nicht so stark und intensiv auf einzelne Rollen vorbereiten wie das jetzt vielleicht bei einer größeren Produktion der Fall gewesen wäre.
00:26:40: aber nichtsdestotrotz hat er sich auch natürlich stark auf die Vorlage von Brad berufen und mit Brad, der das Drehbuch geschrieben hat an den Figuren gearbeitet und an die Charakterisierung.
00:26:50: Ich fand auch ganz nett.
00:26:50: Er hat erzählt, dass die Darstellerin der Margaret Harkness, die Lauren Cornelius sich auch mal den einen freien Tag zwischen den Drehtagen gegönt hat um Whitechapel zu erkunden und sich auch ein bisschen stärker mit den Menschen und mit der damaligen Zeit in der Mordserie auseinanderzusetzen.
00:27:06: Ja und deswegen kommt das Ganze auch so authentisch rüber.
00:27:09: man hat wirklich das Gefühl dass sie das fühlt, was sie da sagt.
00:27:14: Das Ganze wird natürlich auch unterstützt dadurch, dass es die Location hergibt, die gewählt wurde.
00:27:21: Nämlich wurde das Ganze gedreht in einer leer stehenden Leichenhalle aus dem neunzehnten Jahrhundert und das Kleid, das die Lauren Cornelius trägt, also die Hauptdarstellerin ist tatsächlich authentisch.
00:27:33: Es ist ein Kleid über hundert Jahre alt ist Und weil die Knöpfe schon allesamt fehlten, musste die Dame jeden Tag darin eingenäht werden.
00:27:45: Wer diese Kleider aus der Zeit kennt, da ist ja auch nichts Stretch oder so und dann kann man nur sehr aufrecht stehen.
00:27:51: Die Schauspielenden haben sich da wirklich sehr engagiert für dieses Projekt.
00:27:55: Also ganz toll das ganze Team!
00:27:57: Auch der Darsteller von Arthur Conan Doll hatte einen weißen gestärkten Stehkragen und war auch nach den zwei Drehtagen glaube ich schon relativ wund an seinem Hals vor diesem Kragen.
00:28:07: Aber das ist ja nicht die einzige Verbindung, also dieses Interesse und dieser Enthusiasmus.
00:28:12: Was wir auch total spannend fanden, ist dass der James tatsächlich der Ur-Ur-Urenkel von Professor Dr.
00:28:21: Joseph Bell isst!
00:28:23: Also eine ganz verrückte Verbindung?
00:28:24: Ja, ganz verrückt.
00:28:25: Und das ist aber letztlich auch die Verbindung warum er den Kontakt zu Bradley Harper aufgenommen hat.
00:28:30: denn als er las, dass sein Uruu-Urober ... Ein Protagonist in dem Roman war, hatte er den Kontakt zu Bradley aufgenommen und so entstand im Grunde dieses Projekt durch ein bisschen Rumspinnerei.
00:28:41: Und hat es dann immer mehr Form angenommen bis dann letztendlich Leviathan abgedreht war?
00:28:47: Genau!
00:28:47: Da hat uns natürlich Brent interessiert ob diese Verwandtschaft für James eigentlich ja in seinem Leben eine Rolle gespielt hat.
00:28:55: also war er sich dessen eigentlich bewusst.
00:28:58: Ja,
00:29:03: das gehört schon immer zu unserer Familiengeschichte.
00:29:06: Mein Vater hat mir erzählt, dass ein Biograph der einen Buch über Joseph Bell schrieb mit den Eltern meiner Großtante gesprochen hat.
00:29:13: Denn als die beiden geboren wurden lebte Bell noch.
00:29:16: Genau, die Verwandtschaft mit Joseph Bell aber war dann halt wirklich nur ein Teil diesen Film machen zu wollen Denn James hatte schon immer eine Faszination auf wie wir für diese viktorianische Zeit.
00:29:28: Bei ihm kam das dann eher aus der Ecke alte Hammer Horror Filme, düstere Gruselfilme und so kam er natürlich auch über die Medienschiene, sag ich mal am Ripper vorbei.
00:29:39: Das war für ihn
00:29:40: nichts
00:29:40: Unbekanntes Und
00:29:41: er hatte dann auch Lust Bücher dazu zu lesen zum Thema Jack the Ripper und dabei aber gerne fiktionale Werke.
00:29:49: Und ja, dann hat er eben einfach die zehn besten historischen Romane über Jack the Ripper gegoogelt... ...und ist dadurch auf A Knife in The Fog gestoßen also den Roman von
00:30:00: Bradley.".
00:30:01: Das war so.
00:30:01: im Jahr zwei tausend neunzehn oder zweitausend zwanzig meinte er.
00:30:04: und nachdem er das dann gelesen hatte, dass bucht Schieber halt wie gerade gesagt Bradley über Twitter glaube ich an und die beiden blieben im Kontakt.
00:30:11: Und voilà!
00:30:12: Kaum fünf Jahre später hat man da den Kurzfilm gehabt
00:30:14: Der, wie gesagt großartig ist und deswegen hatten wir auch beide direkt Lust mehr davon zu sehen.
00:30:20: Also brannte uns natürlich die Frage unter den Nägeln ob es denn jemals vielleicht noch mehr gibt.
00:30:25: also gibt's ein Langfilm oder etwas anderes?
00:30:27: Und das haben wir ja James gefragt!
00:30:43: Das beste Kompliment, das wir bekommen können ist meiner Meinung nach, dass die Menschen mehr davon sehen wollen.
00:30:49: Und wir haben den Stoff tatsächlich zu einer Serie umgearbeitet und suchen derzeit nach Partnern und Produzenten, um diese auch verwirklichen zu
00:30:56: können.".
00:30:57: Ja, es ist wirklich witzig, dass er uns das so bestätigt hat denn als ich den Film gesehen habe hatte man in der Tat ein bisschen das Gefühl wie so einen Trailer, also so einen Appetizer.
00:31:05: Man wollte jetzt wirklich mehr sehen!
00:31:07: Das ist ganz spannend.
00:31:08: Ja, das war sehr ärgerlich als es ganze zu Ende ging.
00:31:11: Und es war ja auch von so hoher Qualität... ...dass man das Gefühl hatte, dass würde weitergehen!
00:31:16: Ja
00:31:16: die haben den Stoff jetzt also umgearbeitet.
00:31:18: Das heißt er hat zusammen mit Bradley eine dreiteilige Miniserie daraus gemacht, drei Teile und dieses Paket, dieses Konzept, dieses mit dem Proof of Concept mit Liviatan versuchen sie gerade umsetzen zu lassen.
00:31:32: Das heisst sie suchen jetzt gerade die richtigen Leute sprich Produzenten um daraus eine Serie zu machen was wir mehr als beide Daumen drücken.
00:31:40: Absolut!
00:31:41: Falls das passiert, erfahrt ihr es von uns hier als erstes.
00:31:44: Na ja vielleicht hoffentlich.
00:31:45: Wir gucken mal... Aber während das noch in der Mache ist, ist das Buch schon anderweitig sehr viel in anderen Formen weiterverarbeitet worden Und wahrscheinlich wird es auch bald ein Audiodrama dazu geben und da spricht der selbe Darsteller, den Bell.
00:32:02: Der auch schon das Hörbuch zu A Nive and the Fog eingesprochen hat.
00:32:06: also das wird sicher auch ganz toll wenn das passiert.
00:32:09: Ja und in Amerika wurde auch schon ein Theater Stück aus dem Buch gemacht und das war auch ganz niedlich denn Bradley Harper wollte jetzt kein Geld für haben oder irgendwelche Rechte oder so sondern er gesagt Es wäre zumindest ganz nett wenn er vielleicht im Vorraum in den Pausen sein Buch auf einem kleinen Tisch verkaufen könnte Und er nutzt aber auch diese Verkäufe, um Kinderkrankenhäuser finanziell zu unterstützen.
00:32:29: Ja genau und während wir also so schön am darüber reden waren was man alles machen kann aus diesem Stoff und hoffentlich noch gemacht wird, kamen wir auf die Formate zu sprechen, die es schon gibt wo Jack the Ripper im filmischen Bereich stattfindet.
00:32:45: Da ist ja zwangsläufig auffällig dass es da meistens darum geht das die Frauen Eher nur als Opfer dargestellt werden und die Männer dann eben in der ermittelnden Rolle sind oder in irgendeiner Form aktiv werden.
00:32:59: Also, die Darstellungen bisher sind ja doch eher einseitig was das angeht.
00:33:04: Das ist natürlich einen starker Kontrast zu Bradley's Darstellung, der ja Margaret Harkness in einer sehr prominenten Rolle zur Protagonistin macht Und auch das fanden wir spannend und haben ihn gefragt warum er sich dafür entschieden hat.
00:33:22: Als ich mit dem Schreiben dieses Buches begann, sollten Professor Bell und Conan Doyl die Protagonisten sein.
00:33:29: Dann erfuhre ich von Margaret Harkness Sie war eine Journalistin, die unter männlichem Pseudonym Romane über die arbeitende Unterschicht schrieb und zu dieser Zeit in Whitechapel lebte.
00:33:40: Ich dachte mir dass diese beiden Herren aus der feinen Gesellschaft in der Welt des East Ends völlig fehl am Platz und verloren seien würden.
00:33:47: Also hielt ich es für sinnvoll, sie als Leitfigur zu nehmen um sie dort zu führen.
00:33:53: Zunächst sollte Margaret also wirklich nur in einigen Szenen vorkommen aber jedes mal wenn er sie in den Szenes auftreten ließ hat ihr auch das Gefühl die bereichert diese Szene und so gab hier so einen gewissen Erinnertes Funken und entwickelte sich immer weiter dass sie dann letztendlich zur einer Stimme der Frauen White Shapples wurden Und darüber hinaus wie wir heute auch wissen zur Hauptfigur einer ganzen Roman Reihe.
00:34:15: Ja, und tatsächlich bietet sich ja die Person der Margaret Harknes dafür auch an.
00:34:20: Die war ja also Journalistin und Schriftstellerin und im neunzehnten Jahrhundert sehr aktiv gerade für Frauenrechte, für Gewerkschaften ganz aktiv mit der Labour Party hat sich sehr eingesetzt für die Rechte der Arbeiter sehr politisch involviert, hatte eine laute Stimme und hat offensichtlich nicht geschwiegen zu den Problemen ihrer Zeit.
00:34:45: So dass sie ja auch eine wundervolle Protagonistin ist für so ein
00:34:48: Werk.".
00:34:55: Also ich glaube, wir müssen wirklich meine Folge über die machen.
00:34:57: Die ist äußerst spannend.
00:34:58: Sie hat angefangen zunächst ihre Bücher unter männlichen Namen zu veröffentlichen damit sie überhaupt eine Chance hat dass diese gelesen werden hat dann aber ihrer eigene Stimme entwickelt und wurde auch in der ja männlichen Gesellschaft ernst genommen wahrgenommen überhaupt erst mal und dann noch ernst genommen.
00:35:13: Ja eine ganz beeindruckende frau die viel verändert hat in der weltgeschichte Und eben so ein wichtigen teil eben geleistet hat wie bell oder dojo.
00:35:23: Von daher ist es wirklich toll, dass sie so eine prominente Rolle spielt in dem Buch und auch im Kurzfilm.
00:35:30: Wie gesagt vor allem ihr Monolog hat mich sehr bewegt.
00:35:33: ich bin gespannt was ihr dazu sagt.
00:35:35: wenn ihr den Film gesehen habt dann gibt uns doch auch gerne mal Feedback dazu.
00:35:39: Ah Gänsehaut.
00:35:40: ja das war ein tolles Ende für den Film mit der Musik darunter.
00:35:44: auch Bradley Harper hat gesagt als er das erste Mal den film gesehen hat musste er weinen.
00:35:49: Es hört sich so blöd an, aber ich kann das wirklich nachvollziehen.
00:35:51: Das sind wirklich Zehen, die unter die Haut gegangen sind.
00:35:54: Unglaublich gut!
00:35:55: Ja... Ich musste auch weinen.
00:35:56: Also wie gesagt, gebt uns gerne mal Feedback dazu, wie ihr das empfindet.
00:36:01: Wir haben die beiden aber auch gefragt warum aus ihrer Sicht Jack the Ripper immer noch so populär ist?
00:36:06: Warum der in diesem kollektiven Gedächtnis so fest sitzt?
00:36:10: und für Bradley liegt das primär an zwei Dingen.
00:36:13: Das war zum einen natürlich die technische Entwicklung, also die Geschehnisse, die in Landen passiert sind.
00:36:18: Die konnten durch die Telegraphie und aber auch durch die neue Presse weltweit bekannt werden.
00:36:23: Aber er sagt auch die Tatsache dass der Ripper, der wahre Mörder halt nie identifiziert wurde.
00:36:30: Und auch für James ist das ein ganz entscheidender Punkt nämlich... ist immer noch nicht bekannt, wer der Täter war.
00:36:37: Und er vermutet, dass deswegen die Figur bis heute so attraktiv ist und vielleicht auch mit dem zeitlichen Abstand für die Leute tatsächlich ein bisschen erträglicher in der Auseinandersetzung als aktuelle Serien-Täter?
00:36:50: Das
00:36:50: ist ja ein interessanter Punkt.
00:36:52: ne denn ich glaube auch wenn man sich jetzt mit Dharma oder Edgene oder solchen Leuten aus den dreißiger, fünftiger, siebziger Jahren auseinandersetzt dieser zeitliche Abstand macht es viel einfacher sich mit diesen unglaublich schrecklichen Taten auseinanderzusetzen, als wenn das jetzt was gewesen wäre.
00:37:08: Was vielleicht vor zwei Jahren passiert ist und auch die Hemmungen viel schneller fallen für so Filme-Macher.
00:37:16: Wenn man an diese Monster-Serien auf Netflix denkt... Ja also ich kann zumindest in diesem Punkt gut nachfühlen.
00:37:22: Das stimmt!
00:37:23: Und es sind ja in der Regel auch keine Menschen mehr am Leben, die die Opfer gekannt haben oder Familienmitglieder, die Menschen wirklich kannten.
00:37:31: Also da ist ein Punkt der die Auseinandersetzung vielleicht ein bisschen einfacher macht.
00:37:37: Was aber ja nicht bedeuten soll, dass einen das nicht emotional berührt oder mitnimmt.
00:37:42: Das haben sie auch immer wieder
00:37:43: betont.".
00:37:44: Ja, das ist richtig!
00:37:45: Da muss ich immer an Philipp Fleiter denken.
00:37:47: Unser Podcast-Kollege von Verbrechen von nebenan, in der er vor einiger Zeit ein Jack the Ripper Buch veröffentlicht hatte und mein erster Reflex war hoch.
00:37:55: Er schreibt ja den Buch.
00:37:57: Ich wollte doch auch jetzt... da stink' ich natürlich völlig gegen ab, der hat hier eine ganz andere Reichweite Aber das war ja so ein True Crime Rätselbuch und er hat auch mal in, ich glaube es ist im eigenen Podcast auch gesagt, dass er den Ripper genommen hat.
00:38:09: Weil da gibt's wie du gerade sagst ne?
00:38:10: Da gibts zwar immer noch klar Nachfahren aber das ist halt anders zu betrachten als wenns jetzt lebende Angehörige wäre die noch unmittelbar mit der Tat im Berührung gekommen sind.
00:38:20: also diese zeitliche Distanz von hundert fast hundred vierzig Jahren machte es ihm viel leichter darüber einen Buch zu schreiben als wenn das jetzt Ich weiß nicht, was für ein Fall gewesen wäre der noch nicht weit zurückliegt und wo wir noch Angehörige leiden.
00:38:33: Darüber haben wir wirklich lange auch mit Bradley und James gesprochen Und die haben das wirklich auch beide so beschrieben.
00:38:39: also Das ist ihnen sehr sehr wichtig da Mit viel Empathie und mit Mitgefühl und mit Ja einem Blick auf die Opfer an die sacher Wand zu gehen.
00:38:50: Und natürlich ist die zeitliche Distanz hilfreich, indem man andere Faktoren vielleicht nicht mehr in der Form beachten muss wie das heute wäre.
00:39:00: Also zum Beispiel... ist es ja nicht so, dass die Angehörigen sich geäußert haben könnten darüber was sie für Wünsche haben.
00:39:07: Aber ein anderer Punkt den James auch noch genannt hat und das fand ich auch sehr spannend ist tatsächlich, dass er denkt, dass diese Geschichte auch immer lebendig bleibt weil die technische Entwicklung in der Gesellschaft also unsere Weiterentwicklung in der Technologie auch dafür sorgt, dass wir diesen Fall immer wieder aus neuen Blickwinkeln untersuchen können oder anschauen können.
00:39:28: Und das ist tatsächlich ein sehr valider Punkt, denke ich.
00:39:32: Weil natürlich es kommen immer wieder neue Möglichkeiten dazu.
00:39:36: Es kommen Erkenntnisse dazu ... Darüber hatten wir ja auch schon gesprochen.
00:39:40: und dass es tatsächlich auch einen Punkt den James sehr betont hat.
00:39:45: Natürlich gehört auch die Auseinandersetzung in dem Filmformat.
00:39:49: In Form einer fiktiven Buches-und Films.
00:39:53: Das gehört auch dazu.
00:39:55: Und da kann man auch noch mal drauf zurück als wir ihn auch gefragt haben oder beide gefragt haben was die den glauben welchen eigenen Beitrag sie leisten um diese ja diese mordserie dieser geschehnisse und insbesondere durch die darstellung des murders der opfer.
00:40:08: wieder zu korrigieren also wieder von dem wegzubringen wo sie mal waren was wir ja auch mit dem podcast versuchen damit einfach mal aufzuräumen.
00:40:15: und da kam james wieder auf den punkt zurück dass er da auch etwas neues einbringen möchte und das ist dann kann seine neue sichtweise sein.
00:40:23: oder jetzt in dem falle dass er einfach versucht hat es möglichst authentisch darzustellen.
00:40:27: denn wenn man sich die darstellung von victorianischer zeit in Filmen von vor zwanzig Jahren ansieht oder von vor vierzig Jahren, dann sieht man das auch eine ganz deutliche Entwicklung eingesetzt hat.
00:40:39: Und ich habe es vorhin schon mal gesagt die Serie Thousand Blows, die jetzt gerade sehr aktuell ist und die ja auch genau zu der Zeit spielt im ausgehenden neunzehnten Jahrhundert im Londoner East End Die schon wirklich sehr authentisch ist mit der Darstellung der Figuren, der Kleidung, der Örtlichkeiten und der Beleuchtung.
00:40:57: Das alles spielt ja ja mit rein und das werden wir uns sicherlich auch nochmal genauer angucken wenn wir uns den demnächst da sind wir auch schön in der Vorbereitung auch mal die ersten Verfilmungen anschauen oder überhaupt mal Verfilmmen anschauen von dieser Thematik.
00:41:11: Und er hat auch gesagt, es ist ja ganz spannend.
00:41:14: Man kann ja auch durch die Auseinandersetzung den Fokus ein bisschen anders legen.
00:41:19: also das fand ich auch sehr interessant und zwar gerade im Fall eben wieder von Margaret Harknes bei der Figur hatte dass besonders in den Vordergrund gestellt oder uns auch noch mal besonders erzählt, dass er nämlich durch die Darstellung, indem er das durch ihre Augen betrachten lässt.
00:41:37: Das ist nochmal eine ganz spannende Sichtweise und das kann man ja wirklich nur so unterstreichen.
00:41:43: Und vor allem – und das ist jetzt der Knackpunkt – man kann, indem man Margaret in diese Geschichte reinholt eben um Jack The Ripper, um die Whitechapelmordern.
00:41:53: Menschen vielleicht auch auf sie aufmerksam machen auf diese spannende historische Figur?
00:41:58: Denn eigentlich hatte Margaret ja nichts zu tun damit!
00:42:00: Die hat ja nicht wirklich da ermittelt... Aber indem er das in diesem fiktiven Werk macht, kommen vielleicht manche Menschen darauf sie auch mal zu recherchieren oder sich mehr mit dieser Figur auseinanderzusetzen.
00:42:11: Mit der realen Person Margaret Harkness und das ist ja ganz toll wie man das eben durch ein fiktives Medium auch schaffen kann.
00:42:19: dass man Menschen interessiert für Ja-Personen oder Ereignisse aus der Geschichte Das haben die beiden uns im Interview so erzählt.
00:42:28: Bradley war da richtig stolz, dass sie zu seiner Protagonistin wurde.
00:42:32: Die echte Margaret Harkness hat auch noch einige Zeit in Australien gelebt und er hat auch ihre Spuren ins Sydney noch ein bisschen verfolgt und ist ganz begeistert von ihr und sagt auch das ist auch wenn man sich näher mit auseinandersetzt immer noch ein tolles Vorbild für heutige junge Frauen.
00:42:48: aber in diesem wirklich wenigen Minuten langen Kurzfilm Ist das schon eine tolle Dynamik, weil sie ist eindeutig Protagonistin.
00:42:55: Wir haben ja sogar kurze Flashbacks die Sie empfindet im Verbindung mit dem Opfer was da auf diesem Tisch liegt.
00:43:03: Die ja vermutlich Catherine Addos sein soll aber es ist natürlich auch die gesamte Figurenkonstellation.
00:43:09: sie betritt ein Raum trifft auf zwei Männer die eine bestimmte gesellschaftliche Schicht mit einer bestimmten gesellschaftlichen Bild der Frau wieder verbinden die sie auch erst mal gar nicht in diesem Raum haben wollen Und sie dreht das aber.
00:43:22: Sie nimmt letztendlich das Heft in die Hand und konfrontiert die beiden Männer mit Ansichten, und mit Fragen führt sie die beiden zu einer Erkenntnis, die sich sonst nicht gestellt
00:43:33: hätten.".
00:43:34: Die Dynamik in dieser Gruppe ist wirklich toll in dieser Szene!
00:43:39: Weil alle auch so ein bisschen ihre eigene Art haben, mit dem Ganzen umzugehen und sehr detailliert Fragen zu stellen die aber alles noch ein bisschen unterschiedlich sind.
00:43:49: Also einen anderen Fokus haben Und wir haben Bradley May gefragt ob das beabsichtigt war oder ob sich die Figuren ebenso entwickelt haben.
00:44:09: Ich glaube nicht, dass ich das bewusst gemacht habe.
00:44:11: Aber als ich das Buch fertiggestellt hatte wurde mir klar... ...dass ich jeder meiner drei Hauptfiguren einen Aspekt von Freud's Beschreibung der menschlichen Persönlichkeit gegeben hatte.
00:44:22: Deul ist das ich!
00:44:24: Ihm geht es sehr um Regeln.
00:44:25: Er möchte ein respektabler Engländer aus der Mittelschicht sein.
00:44:29: Sein Ruf ist ihm wichtig.
00:44:30: Bell ist das über ich.
00:44:32: Er versteht die Notwendigkeit von Regeln kann aber auch das große Ganze sehen.
00:44:36: Er ist meistens der Erwachsene im Raum.
00:44:39: Was bleibt also für unsere Margaret übrig?
00:44:42: Sie ist das S, sie spricht aus was sie denkt, meistens sobald sie es denkt.
00:44:47: Diese Kombination von drei unterschiedlichen Persönlichkeitstypen hat etwas geschaffen, das größer war als die Summe seiner
00:44:54: Teile.".
00:44:55: Das ist wirklich interessant!
00:44:56: Also wenn man das Buch gelesen hat dann wird einem das wirklich klar dass er mit dieser freutschen Theorie gearbeitet hatte oder diese im Hinterkopf hatte.
00:45:04: Also nochmal, wir reden jetzt zwar gerade viel über den Film.
00:45:07: Weil der einfach in so verdichtet ist dass er gut hier für eine Analyse herhalten kann.
00:45:14: aber wir wollen das Buch natürlich nicht vergessen denn das ist nicht nur die Vorlage des Buches es ja auch sehr gut geschrieben und auch da spürt man natürlich diese Dynamiken innerhalb dieser Figuren Die Dialoge die sehr gut geschrieben sind
00:45:28: Ja und am Ende ist ja auch der Film nur ein Ausschnitt aus dem Buch, der visualisiert wurde sozusagen.
00:45:35: Also diese Dynamik zieht sich natürlich durch das Buch und es ist schon faszinierend weil wie du sagst man kann es wirklich spüren dass die Charaktere immer auf ihren Linien bleiben ohne dass das aber aufgezogen wirkt.
00:45:49: Auch das muss man sagen es wird sehr natürlich.
00:45:51: also Ich bin jetzt nicht dahin gegangen und hab gesagt, das ist mir sofort aufgefallen.
00:45:55: Ich fand es sehr faszinierend als er das so auseinandergesetzt hat.
00:45:59: Man merkt aber zum Beispiel bei Margaret sehr diese Leidenschaft, dieses ehrliche, dieses Lebhafte.
00:46:08: Und von daher passt es ja auch gut mit seiner Überlegung dazu.
00:46:13: Und natürlich bei den anderen beiden Herren auch nur ich finde da fällt es gar nicht auf weil man es in dem Kontext sogar vermutet Das ist ja auch ganz spannend, wie man dann mit so Ideen daran geht.
00:46:23: Wie diese Personen vielleicht sein könnten?
00:46:26: Ja und ich kann für mich auch nur sagen... Ich hatte natürlich als ihr das Buch gelesen habt im Vorfeld schon ein Bild von Arthur Cornedoll.
00:46:32: Ich habe auch Biografien über ihn gelesen.
00:46:34: Auch Joseph Bell war für mich kein Unbekannter Aber Margaret Harkness hat er so ein bisschen wie ein Ass aus dem Ärmel gezogen.
00:46:40: Also die war bei mir noch relativ... Ich kannte sie vom Namen her.
00:46:42: Ich hatte auch schon Sachen von ihr gelesen aber ein relativ unbeschriebenes Blatt bei mir Und insofern funktioniert das schon wirklich prima.
00:46:50: Wir haben ihn aber auch gefragt was denn für ihn die größte Herausforderung war, ein solches Buch zu schreiben oder überhaupt erstmal so einen Roman zu schreiben.
00:46:57: Wie gesagt das ist ja sein Debüt und die größten Herausforderungen im Buch zu schreiben war für ihn ein Buch zu Schreiben.
00:47:04: Er musste in der Tat viel lernen.
00:47:07: Er musste erst mal eine eigene Stimme für die Geschichte finden, aber er hatte auch viel zu lange Textpassagen so dass ihm dann aus sein Lektor gesagt hat du brauchst viel mehr Dialog Du musst mit Dialog die Textmengen aufbrechen und versuch mal kürzere Kapitel zu schreiben sodass das in der heutigen Zeit wo wie sagte er dir die Aufmerksamkeitsspanne eines Amerikaners?
00:47:26: unter der eines Goldfisch liegt, dass das einfach Snackable bleibt.
00:47:30: Das sind alle so Punkte die musste er sicherlich auch lernen und musste sie dann auch lernen zu berücksichtigen, Kontinuitäten zu bewahren aber für ihn auch das korrekte britische Vokabular zu verwenden.
00:47:41: da hatte er als Amerikaner ganz schöne Beispiele.
00:47:44: ne also er hätte von Pants geschrieben während die Briten eher von Trousers sprechen oder Sidewalk statt Pavement.
00:47:59: Für mich war es, um eine völlig... real, authentic
00:48:24: immersive Atmosphäre.
00:48:27: Das bedeutet, dass in Historien-Filmen alles schön ausschaut.
00:48:49: Aber wenig mit der Realität zu tun hat.
00:48:51: Dann hat er gesagt, das sei ein großes Vorbild und da kann ich sehr gut mitrelaten.
00:48:56: Ich auch!
00:48:57: Robert Eggers ist, den ich liebe und der natürlich ganz fantastische Period Pieces machte.
00:49:03: Ja, das ist schon beinah ... Ja, obsessiv wie gut dieser Mensch recherchiert und wie genau er es nimmt mit der Darstellung der jeweiligen Zeit selbst.
00:49:14: Der Sprache werden uns da an the witch und so.
00:49:18: das hat das sogar auch viel und für manche Menschen vielleicht auch befremdlich ist.
00:49:22: aber dass ist eben sehr sehr genau recherchieren und umgesetzt
00:49:27: also äckerst der setzt ja sogar museumstücke in seinen zähnen ein also damit wirklich maximal authentisch ist Oder er lässt sich sehr detailgetreu nachbauen.
00:49:35: Ich musste da immer an diese Szene aus Quentin Tarantino's The Hateful Eight denken, wo kennst du nicht?
00:49:42: Wo in einer Szene...
00:49:43: Ich mag Tarantina einfach nicht!
00:49:44: Das ist ein Problem.
00:49:47: Na ja gut is egal.
00:49:48: auf jeden Fall in einer szene zerschlickt die Figur von Kurt Russell eine Violine und seine Gegenspielerin.
00:49:55: Die Darstellerin guckt sehr erschrocken als ihre Violine zerstört wird.
00:49:59: Hat aber auch einen wahren Hintergrund, denn Tarantino hat eine echte antike Violine aus der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts benutzt.
00:50:05: Das wusste nur Kit Russell nicht, er dachte das wäre ein Damm und hat dann dieses unwiederbringlich, dieses antike Stück
00:50:11: zerstörte.".
00:50:12: Nicht ganz so dramatisch, aber trotzdem fand ich eine ganz schöne Geschichte war, dass James den Schreibtisch seines Großvaters bei den Dreharbeiten als Setpiece verwendet hat...
00:50:23: James hatte natürlich nur ein begrenztes Budget und konnte sich keine alten Dinge wirklich leisten.
00:50:27: Aber er ist zu Hause durch die Wohnung gegangen, hat gesagt okay was sieht jetzt hier maximal viktorianisch aus?
00:50:32: Und dadurch ist dann letztendlich auch der Schreibtischzeit des Großvaters, der irgendwie aus den neunzehnundfünfziger Jahren stammte aber... durchaus viktorianisch aussieht, als Zappies dann im Film gelandet und überhaupt haben die wohl sehr viel Spaß gehabt.
00:50:45: Also sie haben in einer echten Leichenheile aus der damaligen Zeit gedreht.
00:50:48: das ist also wirklich authentisch.
00:50:50: aber Sie haben dann halt auch beispielsweise das Buch A Knife and the Fork im Hintergrund irgendwo versteckt.
00:50:54: oder wenn da Gläser war mit anatomischen Stücken dann wurden die mit Namen von Crewmitgliedern beschriftet.
00:51:00: Was ich auch sehr charmant fand, war dass der Arm der toten Catherine Addos tatsächlich ... Der Arm eines Crews mit Glitzweiner Dame aus der Crew.
00:51:10: Die tatsächlich so blass war, dass sie sie nicht schminken mussten.
00:51:15: und da sieht man auch sehr schön in der Szene wie dieser Arm berührt wird.
00:51:19: Und ja das ist eine lebende Person die da gerade liegt und einfach nur sehr blass ist.
00:51:24: Aber er möchte auch da Geschichten erzählen.
00:51:26: Im Hintergrund sieht man noch blutige Lumpen, die möglicherweise von einer zuvor dort stattfindenden Leichenschau herumlagen.
00:51:33: Das ist schon wirklich gut gemacht!
00:51:35: Ja, sie haben sich ganz viel Mühe gegeben den Raum auch wirklich lebendig wirken zulassen und das merkt man ja und das ist ihnen auch sehr wichtig gewesen.
00:51:43: Und damit sind wir jetzt eigentlich am Ende unseres Interviews mit denen zwei angekommen.
00:51:48: also das war wirklich ganz toll.
00:51:50: Wir hoffen es hat euch ein bisschen gefallen.
00:51:52: Wir haben natürlich viel länger mit den beiden gesprochen, aber wir haben auch viel geplaudert und ein bisschen rumgenördet.
00:51:58: So dass wir wollten eigentlich ein bisschen das Bild bekommen.
00:52:02: wie geht einen Schriftsteller oder ein kreativer sage ich mal ob es jetzt ein Regisseur ist.
00:52:06: Wie geht ein Kreativer an so etwas heran wenn er wirklich eine schreckliche Geschichte fiktionalisieren will?
00:52:12: Und da hatten wir jetzt Glück, dass wir an zwei gekommen sind.
00:52:14: also fanden wir natürlich umso sympathischer, die mit den entsprechenden Fingerspitzen und Feingefühl daran gegangen sind.
00:52:20: Und sehr taktvollen Umgang gefunden haben – mit der Darstellung dieser Mordserie in ihren
00:52:25: Werken.".
00:52:41: Vielleicht kriegen wir auch noch mal welche, die genau das Gegenteil sind.
00:52:44: Auch das ist ja nicht ein spannendes Gespräch.
00:52:46: aber das ist natürlich also für uns umso schöner gewesen weil wie aus diesem kleinen Hobby-Podcastprojekt dann auch schon in Kontakt nicht nur mit tollen Hörerinnen und Hörern bekommen sind sondern solche tollen Kontakte sich von uns auftun.
00:53:00: dass wirklich ganz toll
00:53:02: Auf jeden Fall.
00:53:03: Und wir haben natürlich mit den beiden auch abgesprochen, wenn sich da noch irgendwas Neues entwickelt ... Wir denken jetzt hier besonders an die Möglichkeiten, Leviathan weiter auszubauen, dass wir dann nochmal ein Interview machen können und sie zu uns in dem Podcast kommen.
00:53:19: Das würde uns total freuen!
00:53:21: Da
00:53:22: fahren wir direkt ans Set und wollen dabei sein?
00:53:24: Jawohl,
00:53:24: dann gibt's aber sowas von Originalaufnahme da.
00:53:29: Vielleicht können wir mitspielen.
00:53:30: Ja auf ... Bestimmt.
00:53:34: Wenn ihr auf jeden Fall da draußen noch Fragen an die beiden habt, dann schickt uns das auch gerne zu!
00:53:38: Wir haben nach wie vor noch Kontakt mit den beiden und können sie auch weiter gerne mit Fragen löchern.
00:53:43: Ansonsten möchten wir euch natürlich A Knife and the Fork oder Dr.
00:53:47: Doyle Jaxxel Ripper sehr ans Herz legen nicht weil wir dafür Geld bekommen denn das tun wir nicht sondern weil wir davon überzeugt sind dass es wirklich ein... spannendes Buch zum Lesen ist und eine interessante Auseinandersetzung mit der Mordserie.
00:53:58: Eine interessante Betrachtung, mit interessanten Figuren als aber natürlich auch James Liviatan.
00:54:04: schaut euch den auf jeden Fall an.
00:54:06: links findet ihr den Show Notes auf Instagram das ganze auch noch mal verlinkt und folgt auch gerne Brad und James auf deren Social Media Kanälen.
00:54:13: die haben auch immer tollen Content da.
00:54:15: Da würden sie sich bestimmt sehr freuen.
00:54:18: Auf jeden fall und wie gesagt sagt uns gerne Die Folge fandet und vor allem auch, dass interessiert uns sehr wie euch Leviathan und Aneith and the Fog gefallen hat.
00:54:29: Also das ist natürlich auch was, dass uns Brent interessiert!
00:54:34: Also ihr Lieben passt auf euch auf.
00:54:35: wir freuen uns schon auf die nächste Folge.
00:54:38: Hoffen, ihr hattet wieder eine angenehme Zeit mit uns und bedanken uns herzlich für all eure Unterstützung.
00:54:44: also bis ganz bald.
00:54:46: Bis bald tschüss.
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